Polizei machtlos?

Drogendealer besetzen jetzt U6-Bahnsteige

City4U war unterwegs in der U6, und die Drogendealer entlang der Linie - sie werden immer frecher. Während etwa bei der Station Thaliastraße unten eine Polizeistreife patrouilliert, fangen die Rauschgifthändler im ersten Stock, direkt am Bahnsteig, ihre Kunden ab...

"Das ist ein bekanntes Problem", so ein Sprecher der Wiener Polizei, "sie weichen natürlich aus, wenn Beamte in Uniform sichtbar werden. Wir haben in allen U-Bahnstationen aber auch Bereitschaftseinheiten, die verdeckt agieren."

Präzise aufgestellt
Beim City4U-Lokalaugenschein in der U6-Station Thalistraße, einem bekannten Drogen-Hot-Spot in Wien, waren die Dealer derart präzise am Bahnsteig aufgestellt, dass sie passgenau an jeder Waggontür standen, nachdem die Garnitur gestoppt hatte, drei weitere lungerten auf der Sitzbank beim Ausgang. Sie sind zuständig dafür, den Stoff aus dem Versteck zu holen, wenn ein Deal zustande kommt. Abgepackt in das Rauschgift in kleinen Plastiksackerln, den "Baggies".

Die Maßnahmen der Polizei lassen die Dealer also offenbar kalt. Mit einem neuen Gesetz wird ihnen im Sommer aber die "Arbeit" erschwert: Sollten sie auch nur wenige Gramm Suchtgift bei sich haben, kann die Polizei sie festnehmen. Bisher mussten die Beamten einen Drogenverchecker entweder drei Mal in flagranti erwischen oder es musste ihnen nachgewiesen werden, dass sie mit Drogen 400 Euro im Monat verdienen...

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zet

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