Mi, 22. August 2018

Frau verhaftet

12.04.2016 11:31

38-Jährige ging in Graz "Heilerin" auf den Leim

Mit der Angst ihrer gutgläubigen Opfer zu spielen, davor schrecken Betrüger selten zurück. So wurde eine 38-Jährige kürzlich in Graz von einer selbst ernannten Heilerin angesprochen. Diese machte der Frau weis, dass ihre Tochter aufgrund eines Fluchs an einem Gehirntumor erkrankt sei. Nur die Gebete der 42-Jährigen könnten sie retten - woraufhin die gutgläubige Frau mehrere Tausend Euro an die "Heilerin" zahlte...

Zum ersten Kontakt zwischen der Betrügerin und ihrem Opfer kam es Ende Februar in der Fußgängerzone in der Grazer Herrengasse. Die 42-jährige Wienerin stellte sich als "Heilerin im Kreise zwölf auserwählter Frauen" vor, die jeden Abend für die Aufhebung von Flüchen beteten.

Familienfluch und Gehirntumor
Die Frau sprach dabei so lange auf die 38-Jährige ein, bis sie ihr Opfer davon überzeugt hatte, dass ein Fluch auf ihrer Familie liege. Den könne sie allerdings, so die Wienerin, aufheben - natürlich gegen Bezahlung. Mehrere Tausend Euro verlangte die Frau für ihre Hilfe und setzte noch eins drauf: So erklärte sie der Grazerin, dass der Fluch bereits auf die 14-jährige Tochter übergegangen und diese an einem lebensbedrohlichen Gehirntumor erkrankt sei. Aus Angst bezahlte das Opfer daraufhin in zwei Tranchen mehrere Tausend Euro an die "Heilerin".

Bei Geldübergabe in flagranti geschnappt
Mitte März allerdings ging die 38-Jährige zur Polizei und erstattete Anzeige. Anfang April kam es erneut zu einem Treffen der beiden Frauen - diesmal lag die Polizei bereits auf der Lauer, als es zu einer neuerlichen Geldübergabe kommen sollte. Die 42-Jährige wurde festgenommen, ebenso ihr 43 Jahre alter Exmann, der als Chauffeur und Aufpasser fungiert hatte. Die Wienerin zeigte sich teilweise geständig und wurde in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert, ihr Komplize auf freiem Fuß angezeigt.

Weitere Opfer des Duos mögen sich beim Journaldienst des Stadtpolizeikommandos Graz unter der Telefonnummer 059133/65-3333 melden.

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