01.08.2006 16:30 |

Unsichtbare Gefahr

EU sagt Salmonellen in Ei und Geflügel den Kampf an

Die EU-Kommission verlangt von den EU-Mitgliedsstaaten, härter gegen die Salmonellenerkrankung vorzugehen. In Brüssel sind zwei Verordnungen verabschiedet worden, um das Vorkommen von Salmonellen in Geflügel und Eiern zu überwachen und einzudämmen.

Verbraucherkommissar Markos Kyprianou erklärte, Salmonellen seien eine der am häufigsten durch Lebensmittel übertragenen Krankheiten.

Alle EU-Mitgliedstaaten müssen Maßnahmen treffen, um die Anzahl der mit Salmonellen infizierten Legehennen um einen bestimmten Prozentsatz pro Jahr zu verringern. Anfang 2007 müssen die 25 EU-Länder ihre nationalen Programme für die Eindämmung von Salmonellen bei Legehennen der Behörde von Kyprianou vorlegen.

Besonders Konsumenten in Osteuropa gefährdet
In den skandinavischen Ländern kommen Salmonellen in etwa ein Prozent der Lebensmittel vor, in einigen osteuropäischen Ländern in 65 Prozent oder mehr. Salmonellen werden vor allem über infizierte Legehennen auf Eier übertragen. Werden diese nicht ausreichend gekocht, können auch Menschen an Salmonellose erkranken.

Die Kommission erwägt zusätzlich ein baldiges Handelsverbot für Eier aus mit Salmonellen infizierten Gebieten. Weitere Diskussionen dazu sind in den kommenden Monaten geplant. 2004 erkrankten in der EU 192.000 Menschen an Salmonellen.