Nach City4U-Bericht

Drogendealer entlang der U6: Polizei rüstet auf

Der City4U-Lokalaugenschein bei den Rauschgifthändlern entlang der U6 schlug wie eine Bombe ein - viele Leser meldeten sich mit ihren Erfahrungen, vor allem bei den Ubahn-Stationen Josefstädter Straße und Thalia Strasse, wo die Händler in ganzen Gruppen auf ihre Kunden warten. Die Polizei versucht jetzt, den Kontrolldruck auf die Dealer weiter zu erhöhen.

"Es gibt mehr Händler als Kunden", sagt Andrea Jäger, Leiterin für Öffentlichen Raum der Suchtkoordination. Daher rühren die Kämpfe unter den Dealern. Drogenkoordinator Michael Dressel warnt davor, Suchtkranke in Verbindung mit Drogenhandel zu bringen. "Bei den Suchtkranken handelt es sich mehrheitlich um Alkoholabhängige." Die Dealer versuchen, mit Cannabis ihr Geschäft zu machen. Die Nachfrage nach Opiaten wie Heroin ist gering.

In der Polizeistatistik stechen unter Dealern Westafrikaner und Nordafrikaner heraus - besonders Nigerianer, Algerier und Marokkaner. Teilweise sind es Personen, die im Rahmen des Asylverfahrens da sind. Die Polizei setzt seit Auftreten dieses neuen Drogenhandels bis zu 100 Polizisten am Tag ein, um Kontrolldruck bei den Hotspots zu erzeugen. Doch: "Ein Generalrezept gegen diesen neuen, offenen Drogenhandel gibt es leider nicht", sagt Polizeisprecher Paul Eidenberger. Bis die Maßnahmen sichtbar werden, werde es dauern. Und die Herausforderungen für die Polizeikräfte zwischen Schwimmbädern und Flughäfen werden in Wien nicht geringer.

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