Mi, 15. August 2018

Windkraft-Flaute:

18.03.2016 17:16

Die Kärntner Projekte kommen unter Räder

94,7 Millionen Euro investieren Bundesforste und die Energie Steiermark in zwei neue Windparks. Südlich der Pack herrscht hingegen Flaute: Während die sechs ausgereiftesten Vorhaben seit Jahren in Behördenverfahren festhängen, kurbeln Räder im Rest Österreichs die Wirtschaft an und produzieren grünen Öko-Strom.

36,7 Millionen Euro lassen die Bundesforste in einen neuen Windpark auf der steirischen Fischbacher Alpe fließen. Auf der Handalm an der Grenze zu Kärnten ist jetzt der Startschuss für einen 58-Millionen-Euro-Windpark gefallen. Sauberer Strom für 21.000 Haushalte wird produziert.

Nur 50 Meter (!) weiter südlich ist die Welt eine andere. Obwohl die 13 neuen, 100 Meter hohen Handalm-Strommühlen ihre Schatten THOMAS LEITNER auf Kärnten werfen, gilt bei uns weiter die Sichtbarkeitsverordnung, die Projekte blockiert. "Es ist eine Farce", kann Projektwerber und Öko-Pionier Franz Dorner nur noch den Kopf schütteln. Er plant nur 1,5 Kilometer vom Handalm-Windpark eigene Anlagen - unter viel strengeren Auflagen und Bürokratie als bei unseren Nachbarn. Auch die geplanten Parks Soboth, Kuchalm, Preitenegg/Pack, Steinberger Alpe, Koralm hängen teilweise seit vielen Jahren im Behördenverfahren fest.

Projektanten kritisieren, dass damit Millioneninvestitionen verloren gehen. Und die Parks werden immer unrentabler: 2015 gab es noch Einspeistarife von 9,15 Cent pro Kilowattstunde Windstrom, 2017 nur noch 8,95 Cent. Im Vergleich: Für Atomstrom aus Hinkley-Point (GB) bewilligt die EU eine Vergütung von 12 Cent pro Kilowattstunde auf 35 Jahre wertgesichert

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