Di, 21. Mai 2019
17.03.2016 16:26

55.491 Straftaten

Sicherheitsgefühl entspricht nicht den Zahlen

55.491 Straftaten wurden im Vorjahr in der Steiermark angezeigt - das entspricht einem Rückgang von 1,6 Prozent im Vergleich zu 2014. Doch wurden besonders Asylwerber straffällig? Ein Großteil der Bevölkerung scheint das so wahrzunehmen, doch die Landespolizeidirektion kann das nicht bestätigen.

Einbrüche in Wohnungen und Wohnhäuser, Kfz-Diebstähle, Gewaltdelikte, Cybercrime und Wirtschaftskriminalität - das sind die so genannten "Big Five", die laut Polizei das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung am stärksten beeinflussen. Besonders Asylwerbern wird nachgesagt, kriminell zu werden. "Das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung sagt das aus", gibt Landespolizeidirektor-Stellvertreter Manfred Komericky zu. Allerdings: "Die Zahlen sind trockene Fakten und relativ gering für die hohe Anzahl an Fremden, die durch unser Land gekommen sind!" Waren 2014 noch 13,2 Prozent aller Tatverdächtigen Asylwerber, wurden 2015 16 Prozent straffällig.

Übrigens wurde auch die Anzahl an Vergewaltigungen, die unter "Gewaltdelikte" läuft, bekanntgegeben: Wie 2014 waren es auch im Vorjahr 78. Zehn konnten die Kriminalisten nicht aufklären. Allerdings wurde von der Polizei nicht verraten, wer genau hinter diesen Taten gesteckt hat. Ein weiteres Sorgenkind stellt die Cyberkriminalität dar: Da gibt es eine Steigerung von 3,7 Prozent. Allerdings konnte auch die Aufklärungsquote auf 43 Prozent gesteigert werden.

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