11.03.2016 17:00 |

Asylwerber in Wien

Frauenberger: "Wir stemmen das auf alle Fälle"

Bereits 20.000 Asylwerber sind in Wien - das heißt: ständige Suche nach Quartieren oder Lehrern. "Das kostet auch was, so ehrlich müssen wir sein", macht Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger jetzt Druck auf den Finanzminister, endlich die zugesagten Hilfsgelder zu überweisen. Aber Frauenberger bleibt optimistisch: "Wir stemmen das auf alle Fälle."

"Beim Asylgipfel wurde bereits vor Monaten beschlossen, uns mit 75 Millionen Euro bei der Flüchtlingsbetreuung zu unterstützen. Von diesem Betrag ist noch kein Euro geflossen", bietet Frauenberger der Bundesregierung auch an, dass Wien eine Clearing-Stelle für alle Integrationsmaßnahmen für ganz Österreich aufbaut. Die Stadträtin im "Krone"-Gespräch: "Das wäre sinnvoll, denn der Topf mit den Fördergeldern muss schwerpunktmäßig ohnehin nach Wien kommen. Und außerdem brauchen wir eine einheitliche Integrationsstruktur."

"Für 84 Lehrer sind 2,1 Millionen Euro nötig"
Derzeit übernimmt noch immer die Stadt Wien fast alle Ausgaben in der Asylbetreuung. "Nur ein Beispiel dazu: Unter den Flüchtlingen, die jetzt in Wien leben, sind 2446 Kinder. Für die Buben und Mädchen brauchen wir 84 Lehrer, allein dafür sind heuer 2,1 Millionen Euro nötig", fordert Frauenberger vom Finanzminister auch dafür eine Kostenübernahme.

Dass das Zusammenleben mit den vielen jungen Männern in den Asylquartieren nicht einfacher wird, zeigte auch die Messerstecherei bei der Millennium City. Frauenberger setzt beim Thema Integration auf eine ehrliche Linie: "Wir müssen bei der Konfliktbewältigung und Deradikalisierung noch mehr mit den Eltern der Jugendlichen arbeiten."

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