23.07.2006 19:53 |

Mozart-Jubiläum

86. Salzburger Festspiele eröffnet

Im neuen "Haus für Mozart" sind am Sonntag die 86. Salzburger Festspiele mit ihrem Jubiläumsprogramm zu Mozarts 250. Geburtstag von Bundespräsident Fischer eröffnet worden. Im Zentrum dieser Festspiele steht Peter Ruzickas Projekt "Mozart 22", bei dem sämtliche 22 Bühnenwerke Mozarts aufgeführt werden. Ansprachen gab es von Salzburgs Landeshauptfrau Burgstaller sowie Bundeskanzler Schüssel.

Burgstaller gab ein Zitat von Daniel Barenboim wider, wonach ein Musiker gegen zweierlei kämpfe - gegen den Lärm und die Stille.

Der Lärm seien die Panzer, die Bomben und die tägliche Gewaltandrohung, die Stille das Schweigen und Hinnehmen, so die Landeshauptfrau. "Während hier die Eröffnungsfeier stattfindet, tobt im Nahen Osten der Krieg."

Rabl-Stadler hebt auch wirtschaftlichen Wert hervor
In einem toleranten, weltoffenen Salzburg sei jeder willkommen, der Impulse zum Zusammenführen setzen wolle, sagte Burgstaller. Festivals hätten auch im 21. Jahrhundert ihre Berechtigung sowie Auftrag, stellte Festspielpräsidentin Rabl-Stadler in ihrer Begrüßungsrede fest. Die Festspiele seien künstlerisch und wirtschaftlich wichtig, was sich besonders in der Umwegrentabilität zeige.

Wiener Philharmoniker beenden Eröffnungstag
Bis zum 31. August stehen insgesamt 235 Veranstaltungen auf dem Programm. Das künstlerische Programm begann mit dem traditionellen "Jedermann" auf dem Domplatz und mit Johann Nestroys "Höllenangst" in der Inszenierung von Schauspielchef Martin Kusej im Salzburger Landestheater. Das erste Konzert der Wiener Philharmoniker unter Daniel Barenboim im Großen Festspielhaus beendete den Eröffnungstag der 86. Salzburger Festspiele.

Samstag, 15. Mai 2021
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