21.07.2006 15:47 |

ORF-Streit

FPÖ darf doch an Diskussionen teilnehmen

Die FPÖ darf nun doch an den TV-Konfrontationen im ORF teilnehmen. "Um jeden Zweifel an Objektivität und Ausgewogenheit auszuräumen" werde er von der "seit Jahrzehnten geübten Praxis ausnahmsweise" abweichen und auch die FPÖ, die keinen Klubstatus hat, zu den TV-Konfrontationen einladen, teilte ORF-Informationsdirektor Gerhard Draxler mit.

Ursprünglich hatte der ORF seine Entscheidung, FPÖ-Spitzenkandidaten Strache bei den entscheidenden Runden nicht zuzulassen, damit argumentiert, dass die FPÖ nicht mit Klubstärke im Nationalrat vertreten ist.

Es folgten tagelange Proteste der Blauen, die einen "Demokratie- und Medienskandal der Sonderklasse" witterten. Etliche Zeitungskommentatoren warfen dem ORF darüber hinaus mangelndes Demokratieverständnis vor. Insgesamt wird es damit im September zehn - nicht sechs - Zweierkonfrontationen der Spitzenkandidaten geben.

FPÖ jubelt, BZÖ verärgert
Die FPÖ, die nach tagelangem Protest nun doch an den TV- Konfrontationen im ORF teilnehmen darf, jubelt: "Ein Sieg der Gerechtigkeit" kommentierte Generalsekretär Vilimsky.

Die Orangen reagierten ihrerseits empört. BZÖ-Mediensprecher Scheuch sprach verärgert von einer "neuerlichen Blamage" für die aktuelle ORF-Führung: Offensichtlich sei "eine chaotische ORF- Führungsmannschaft nicht einmal in der Lage, mediengesetzkonforme Kandidatendiskussionen zu organisieren."

Sonntag, 16. Mai 2021
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