03.03.2016 04:58 |

6 Tiere vermisst

10.000 Euro für Hinweise auf Luchs-Wilderer

Sechs männliche Luchse sind aus dem Nationalpark Kalkalpen verschwunden, zumindest einer wurde nachweislich gewildert, eine Linzer Jägerin deshalb bereits verurteilt. Doch auch die anderen vermissten Raubkatzen dürften Jäger-Flinten zum Opfer gefallen sein - für zielführende Hinweise wurden nun 10.000 Euro ausgelobt.

"Die Ermittlungen sind schwierig, niemand will so richtig reden", erfuhr Umwelt-Kriminalist Othmar Coser vom LKA während der bisherigen Erhebungen. Da wollen nun Nationalpark Kalkalpen, WWF und Naturschutzbund Österreich einen Anreiz bieten, sie setzten gemeinsam 10.000 Euro Belohnung für zielführende Hinweise auf die Kalkalpen-Luchs-Killer aus.

Wilderei stellt große Bedrohung dar
"Umweltverbrechen sind kein Kavaliersdelikt und müssen konsequent verfolgt und geahndet werden", betont WWF-Experte Christian Pichler, denn: "Illegale Verfolgung durch den Menschen stellt für streng geschützte Tierarten wie Bär, Luchs und Seeadler eine größere Bedrohung dar, als fehlender Lebensraum", wie Naturschutzbund-Obmann Josef Limberger erklärt.

Wiederansiedlung regelrecht sabotiert
"Nicht nur das Verschwinden der Luchse bereitet Sorgen - es wurden auch alle Bären, die im Dreiländereck Oberösterreich, Steiermark und Niederösterreich lebten, wieder ausgerottet und hier auch Steinadler und Bussarde erschossen aufgefunden", weist Nationalpark-Direktor Erich Mayrhofer auf "Sabotage-Akte" bei der Wiederansiedlung solcher Tiere hin.

Ermittler bitten um Hinweise
Neben der bereits verurteilten Linzer Jägerin (64) haben Umweltkriminalisten - wie berichtet - bereits zwei weitere verdächtige Wildschützen im Visier. Wichtig sind dazu aber auch Hinweise von Zeugen, die an Christian Fuxjäger vom Nationalpark (Tel.: 075 84/39 51-140) oder an Othmar Coser vom LKA (Tel.: 059 133/40-3400) gerichtet werden können - natürlich auch vertraulich.

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