13.07.2006 16:15 |

Keine Änderung

Glücksspielmonopol bleibt vorerst bestehen

Die Abschaffung des Glücksspielmonopols ist für diese Legislaturperiode vom Tisch. Die Klubchefs der Regierungsparteien ÖVP und BZÖ, Molterer und Scheibner, teilten am Donnerstag mit, dass von der ursprünglich für Donnerstag geplanten Novelle Abstand genommen werde. Am Thema will man grundsätzlich aber festhalten.

"Da die Sinnhaftigkeit dieses Projekts außer Streit steht, werden weitere Gespräche darüber nach den Nationalratswahlen mit dem Ziel einer konsensualen Umsetzung fortgesetzt", so die Koalitions- Klubchefs.

Finanzminister Grasser hatte sich am Donnerstag interessiert an einer Diskussion über eine Lockerung des Glücksspielmonopols gezeigt. Ein weiterer heimischer "qualitativ hochwertiger Anbieter" könnte den hohen Abfluss ins Ausland eindämmen.

Geld vieler Spieler wandert ins Ausland
Vor allem der Spielerschutz könnte laut Grasser davon profitieren, wenn es einen zweiten Anbieter im Glücksspielgeschäft gebe. Die Diskussion betreffe aber lediglich den Markt des elektronischen Glücksspiels, dieser werde derzeit von mehren "illegalen ausländischen" Betreibern beherrscht, welche heimischen Unternehmern das Geschäft wegnehmen würden.

Telekom heiß auf Glücksspiel
Wirtschaftsbund-Generalsekretär Kopf hatte erklärt, sich eine Aufhebung des Monopols nicht vorstellen zu können. Die Telekom Austria steht offenbar bereits in den Startlöchern für eine zukünftige Lockerung und will gemeinsam mit der niederösterreichischen Glücksspielgruppe Novomatic auftreten. Eine Firma mit dem Namen "aon.Wettdienstleistungs GmbH" wurde bereits gegründet. Als Chef der Firma war der Grassers Kabinettchef Winkler im Gespräch.

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