Der Brenner als europäische Hauptverkehrsachse darf nicht zum "Flaschenhals" für Flüchtlinge werden - darin waren sich Montag Tirols LH Günther Platter und seine Amtskollegen Arno Kompatscher (Südtirol) und Ugo Rossi (Trentino) bei einem Krisentreff in Bozen einig. Laut gefasstem Beschluss werde sich die Europaregion in die staatlichen Verhandlungen direkt einbringen.
"Alle Grenzraumkonzepte sind in enger Abstimmung mit den regionalen Verantwortungsträgern auszuarbeiten, damit keine humanitäre, wirtschaftliche und verkehrstechnische Ausnahmesituation entsteht", betonen die drei Landeschefs.
"Aktiv in Verhandlungen einbringen"
Der Beschluss fordert zudem den Schutz der EU-Außengrenzen, eine gerechte Verteilung von Flüchtlingen und die Überarbeitung des Dublin-Abkommens. Die Europaregion unterstreiche damit die Bereitschaft, sich aktiv in die Verhandlungen zwischen Regierungen und EU-Kommission zur Lösung eines möglichen Krisenszenarios einzubringen. "Die Grenzübergänge zwischen Tirol und Südtirol dürfen erst gar nicht Schauplätze solcher Szenarien werden. Falls andere Maßnahmen nicht greifen, muss als letztes Mittel auch über Grenzkontrollen nachgedacht und gesprochen werden", sagt Platter.
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