Geldsorgen trotz Job

Arbeit schützt nicht vor Armut

Immer mehr Menschen sind zwar erwerbstätig, können damit aber kein existenzsicherndes Einkommen erzielen - ein verdrängtes Problem auch in Oberösterreich, wie Studenten der Linzer Kepler-Universität zeigen. Sie haben dem Problem in ihrem neuen „Armutsbericht Oberösterreich“ 2006 ein Kapitel gewidmet.

Bereits zum dritten Mal entspringt einer Lehrveranstaltung von Dr. Christine Stelzer-Orthofer der Armutsbericht Oberösterreich - und er wird immer dicker: „Weil auch die Probleme in unserer brüchigen Erwerbsgesellschaft immer mehr zunehmen. Unter globalisierten Bedingungen gibt es einfach gravierende Veränderungen am Arbeitsmarkt, die nicht nur zu Ängsten führen, sondern tatsächlich Verlierer und Verliererinnen schaffen“, so die Assistenzprofessorin am Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik.

Das führt inzwischen schon dazu, dass nicht nur Erwerbslosigkeit zu Armutsgefährdung und Armut führen, sondern auch Arbeit nicht mehr vor Armut schützt: 46 Prozent der Armutsgefährdeten sind erwerbstätig. Insgesamt gilt jeder achte Oberösterreicher als armutsgefährdet.

 

 

 

Foto: Christof Birbaumer

Sonntag, 09. Mai 2021
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