Sie seien vorlaut, stören oft und seien sprachlich nicht besonders gut drauf: Man sagt Buben auch nach, dass sie deswegen in der Schule nicht gut abschneiden. Die Männerpartei behauptet sogar, Buben würden im Unterricht diskriminiert. Experten glauben, dass es auch daran liege, weil es zu wenig männliche Lehrer gibt.
"Benachteiligungen aufgrund des Geschlechts sollten eigentlich in keiner Schulstufe vorkommen", so Landesschulrat Rudi Altersberger. "Lehrer sind allerdings auch nur Menschen."
Die Schulpsychologen im Landesschulrat wüssten kaum etwas über Beschwerden gegen Lehrkräfte. Und man hört dort auch nicht gern, dass Buben pauschal schlechter benotet würden, weil sie den Unterricht stören oder nicht mitmachen.
Psychologen drängen schon lange auf mehr männliche Vorbilder in Kindergärten und Volksschulen. Kurt Kurnig: "Die Buben erleben dort eine rein weibliche Welt. Die Lehrerinnen tun zwar ihr Bestes, sie können aber keine männlichen Vorbilder sein!" Weil auch oft in den Familien ein Mann fehlt, komme es dazu, dass rund 65 Prozent der auffälligen Kinder unter sechs Jahren Buben sind.
Psychologe Kurnig: "Männer sind zwar in vielen wichtigen Positionen, sie tun aber nichts für ihr Geschlecht." So seien trotz häufiger Einwände Tests für das BAKIP noch immer weiblich ausgerichtet, weswegen es kaum männliche Kindergärtner gebe.













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