Mit 560.300 Personen hat die Flüchtlingsbewegung in Kärnten für einen kräftigen Anstieg bei den Einwohnerzahlen gesorgt. Größte "Gewinner" sind - wenig überraschend - die Städte Klagenfurt und Villach. Aber auch in vielen Gemeinden mit Flüchtlingsquartieren gibt es ein klares Plus. 2016 soll die Zuwanderung etwas geringer ausfallen.
In Klagenfurt wurde mit plus 1,3 Prozent ein Rekord erreicht: 99.100 Personen leben in der Stadt (wir haben berichtet).
In Villach gibt es ein Plus von 1,2 %. Das ergibt 61.221 Einwohner.
Zugewinne gibt es auch im Bezirk Feldkirchen (+ 0,5), Klagenfurt-Land (+ 0,4) und Villach-Land (+ 0,4) sowie in Völkermarkt (+ 0,3).
Drei Bezirke verzeichnen ein kleines Minus: Hermagor, Spittal und Wolfsberg (je - 0,2).
Was aber sofort auffällt: Die zehn Gemeinden mit den höchsten Zuwachsraten beherbergen fast alle ein Flüchtlingsquartier. In Ossiach gibt es mit dem Erstaufnahmezentrum das größte Plus: 14,2 Prozent. Nur Maria Rain (+2,8) verfügt über kein Asylquartier.
Kleinste Gemeinde ist Zell mit nur noch 600 Einwohnern.
Für heuer rechnet Landesstatistiker Peter Ibounig wegen der Flüchtlingsbewegung erneut mit einem deutlichen Plus: "Es dürfte aber nicht mehr so massiv sein, wie letztes Jahr. 2017 geht die Zuwanderung wieder auf ein normales Maß zurück."


















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