So, 19. Mai 2019
30.01.2016 13:16

75 Menschen gerettet

Mehr als 30 Flüchtlinge vor Ägäisküste ertrunken

Bei einem schweren Bootsunglück in der Ägäis sind mindestens 37 Menschen ums Leben gekommen, vor allem Frauen und Kinder. 75 Menschen konnten nach Angaben der türkischen Küstenwache gerettet werden, nachdem ihr Boot Samstagfrüh beim Versuch der Überfahrt von der türkischen Provinz Canakkale zur griechischen Insel Lesbos kenterte. Unter den Opfern waren zwei Säuglinge.

Ein Augenzeuge sah in dem betroffenen Küstenabschnitt nahe der türkischen Stadt Ayvacik die Leichen von etwa 20 Opfern des Unglücks. Darunter war ein Baby, dessen Gesicht von einer Mütze bedeckt war. Ein Schnuller lag ganz in der Nähe. Zu sehen war auch ein zweites Baby, das tot aus dem Meer geborgen worden war. Sowohl unter den Opfern als auch unter den Überlebenden bildeten Frauen und Kinder die Mehrheit.

"Wir sind so traurig", sagte ein Überlebender unter Tränen. "Mindestens 20 unserer Freunde werden vermisst." Die meisten der Flüchtlinge kommen aus Syrien und Afghanistan, einige aus Myanmar. Das gekenterte Boot lag 50 Meter vor der türkischen Küste, Rettungswesten und persönliche Habseligkeiten der Ertrunkenen lagen am Strand.

Trotz Winterwetter Tausende Flüchtlinge unterwegs
Trotz des Winterwetters begeben sich immer noch jede Woche Tausende Menschen auf die gefährliche Überfahrt in Richtung Europäische Union. Erst am Donnerstag waren 24 Flüchtlinge beim Untergang ihres Boots vor der griechischen Insel Samos umgekommen, am Mittwoch ertranken sieben Menschen. In der vergangenen Woche kamen in dem Gebiet 45 Flüchtlinge bei drei Schiffsunglücken ums Leben.

Nach UN-Angaben kamen seit Beginn des Jahres mehr als 44.000 Flüchtlinge nach Griechenland, mehr als 200 Menschen starben bei der Überfahrt oder gelten als vermisst. Nach Erhebungen des UN-Flüchtlingshilfswerks stammen 84 Prozent der 44.000 Eingetroffenen aus Konfliktgebieten.

Die Türkei hat wegen des Bürgerkriegs in Syrien nach eigenen Angaben rund 2,2 Millionen Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen. Hinzu kommen 300.000 Iraker. Im Vorjahr entwickelte sich eine massive Wanderungsbewegung aus der Türkei Richtung Nord- und Westeuropa.

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