Fr, 24. Mai 2019
28.01.2016 15:02

Deutsche Studie

Umweltbewusstsein junger Menschen nimmt ab

Waren in den Anfängen der Umweltschutzbewegung in den 1970er- und 1980er-Jahren vor allem junge Menschen die treibende kraft, ist das heute anders. Das zeigt eine Studie des deutschen Umweltbundesamtes (UBA). Demnach gehören eine intakte Umwelt und die Möglichkeit, die Natur zu genießen, nur noch für gut ein Fünftel der 14- bis 25-Jährigen in Deutschland zu einem "guten Leben".

Über alle Altersgruppen hinweg vertraten immerhin 30 Prozent der Befragten diese Ansicht, berichten die UBA-Forscher. Die Behörde stellte zudem fest, dass ein Verzicht auf den Konsum von Markenkleidung und aktueller Unterhaltungselektronik für viele junge Menschen kaum vorstellbar ist. "Die jetzt vorliegende Studie zeigt, dass die Bereitschaft, das Handeln nach Umweltgesichtspunkten auszurichten, vor allem bei den Jüngeren eher abnimmt", sagte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung in Berlin.

Die Jugend sei zwar interessiert an der Umwelt, aber nicht in dem Maße wie ältere Menschen. Auf der anderen Seite seien junge Menschen insgesamt viel umweltfreundlicher unterwegs, mit Fahrrad, Bus und Bahn oder zu Fuß. Das Auto spiele für sie längst keine so große Rolle mehr wie für die Erwachsenen, schreiben die Wissenschaftler.

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