Mi, 22. Mai 2019
26.01.2016 16:15

Dreist!

Pensionistin kassierte Beihilfe für toten Onkel

Die 69-jährige Frau, die vor Saal 209 auf Richter Norbert Jenny wartet, schaut nicht wie die "üblichen" Straftäter am Klagenfurter Landesgericht aus. Dennoch ist die Pensionistin wegen schweren und gewerbsmäßigen Betruges dran. Denn sie hat über gut zwei Jahre hinweg für einen Verstorbenen Beihilfen abkassiert!

Wohnsitze, die falsch angegeben werden; Partner, die versteckt werden: Wenn es darum geht, Beihilfen zu Unrecht einzustreifen, werden viele erfinderisch. Die 69-jährige Kärntnerin war aber besonders unverfroren: Als ihr behinderter Onkel verstarb, um den sie sich im Rahmen einer Sachwalterschaft gekümmert hatte, meldete sie das nie. Dadurch bekam sie weiterhin eine erhöhte Beihilfe ausbezahlt und stieg bei der eigenen Steuererklärung besser aus.

Sogar auf Nachfrage fast zwei Jahre nach dem Tod ihres Schützlings blieb sie dabei, dass ihr das Geld zustehe. Erst vor Richter Jenny war die Frau kleinlaut und geständig. Da sie sich auch mit dem Finanzamt kurz vor dem Prozess über eine Ratenrückzahlung des Schadens von rund 8000 Euro geeinigt hatte, wurde die Pensionistin nur zu einer Geldbuße von 720 Euro verurteilt, von der ihr die Hälfte nachgesehen wird.

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