Mi, 22. Mai 2019
21.01.2016 15:09

Nicht ausgestorben

Indien: Baumfrosch nach 137 Jahren wiederentdeckt

Ein längst als ausgestorben geglaubter Baumfrosch ist 137 Jahre nach der letzten wissenschaftlichen Sichtung in Indien wiederentdeckt worden. Genetische Analysen hätten gezeigt, dass das Tier nicht nur eine eigene Art, sondern eine eigene Gattung darstelle, erklärte der indische Biologe Sathyabhama Das Biju in Neu Delhi.

Biju benannte das Tier, das er und seine Kollegen zufällig im Nordosten Indiens fanden, daher neu und zwar auf den Namen Frankixalus jerdonii. Im Fachblatt "PLOS One" berichten die Forscher von dem Fund. Ungewöhnlich sei auch, dass die Mutter ihre Kaulquappen in den Baumhöhlen mit unbefruchteten Eier füttere, sagte Biju.

Der 37 bis 47 Millimeter große Frosch wurde anno 1870 vom britischen Mediziner, Zoologen und Botanikern Thomas Caverhill Jerdon (1811 - 1872) entdeckt. Danach sei kein Fund des Tieres mehr von Experten beschrieben worden, und es habe daher als ausgestorben gegolten, schreibt die Universität von Neu Delhi, an der Biju lehrt.

Erst 2007 - also 137 Jahre später - sei er zufällig auf den Frosch gestoßen, sagte Biju, der häufig als "Froschmann von Indien" bezeichnet wird, weil er in dem Land bereits zahlreiche Frösche gefunden und klassifiziert hat.

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