Mo, 20. Mai 2019
20.01.2016 19:58

Spielfeld:

Probelauf mit 500 Flüchtlingen

Erwartungsgemäß ohne Probleme begann am Mittwoch der Probebetrieb im neuen Grenzmanagement Spielfeld. Wie mit den slowenischen Behörden vereinbart, wurden nur an die 500 Flüchtlinge durch das Leitsystem geführt. Der Großteil der Schutzsuchenden reiste über Kärnten ein. So bleibt das noch bis Monatsende.

Am 1. Februar sind in und um Spielfeld alle Bauarbeiten abgeschlossen. In den Containern sind 24 Checkpoints eingerichtet, in denen 48 Polizisten von Flüchtlingen Fingerabdrücke abnehmen, ihre Personalien und durch eine Anfrage im Schengen-Info-System kontrollieren, ob jemand in Europa mit dem Gesetz in Konflikt gekommen war. Der zwei bis vier Meter hohe, 3,7 Kilometer lange Zaun ist bis auf eine Lücke von acht Metern (laut Entscheidung des Grundstücksbesitzers)  fertiggestellt. Er wird vom Bundesheer überwacht.

Mit Beginn am 1. Februar ist Spielfeld für Flüchtlinge die einzige Möglichkeit, nach Österreich zu gelangen. Schätzungen zufolge werden täglich 3000 bis 6000 Menschen erwartet, vielleicht sogar mehr. Das Einreisezentrum würde bis zu 12.000 bewältigen. Der Probebetrieb, der am Mittwoch um zwölf Uhr begann, klappte reibungslos. Wie mit den slowenischen Behörden vereinbart, kamen Flüchtlinge in Gruppen von 80 bis 100 Personen zur Grenze. Das Bundesheer - 450 Soldatinnen und Soldaten werden ab kommendem Monat Grenzdienst machen - bezog Stellung, ein durch Gitter gekennzeichnetes Leitsystem gewährleistete eine geordnete Einreise. Die Personalien wurden genau unter die Lupe genommen, ebenso das Gepäck. "Zurückgewiesen wurde an diesem Tag aber niemand", betont Polizeisprecher Fritz Grundnig. Nach der Kontrolle gelangten die Flüchtlinge zur Essens- und Kleiderausgabe, von dort in ein großes Zelt und schließlich zu den Bussen, die sie zu den Quartieren transportierten.

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