So, 26. Mai 2019
16.01.2016 16:30

Nach Tierrettung-Aus

Feuerwehr musste Husky abholen

Gut 400 Mal ist die Tierrettung des Klagenfurter TIKO im vergangenen Jahr ausgerückt. Am 1. Jänner wurde der Betrieb aber eingestellt. "Die Kosten von 50.000 Euro pro Jahr sind nicht zu finanzieren", heißt es. Deshalb musste am Freitag die Feuerwehr einspringen, um einen entlaufenen Husky ins Heim zu bringen.

Der Vierbeiner war beobachtet worden, wie er Freitagabend in der Stadt umherirrte. Weil sich niemand für den zutraulichen Husky zuständig fühlte, musste schließlich die Berufsfeuerwehr ausrücken. Die Blauröcke holten das Tier ab und brachten es zum „Tiergarten Eden“, wo der Hund versorgt wurde. Auf seinem Halsband waren aber keine Infos über die Besitzer zu finden, deshalb wurde eine Suche über soziale Netzwerke gestartet.

Nur wenige Stunden später meldeten sich die Besitzer. Sie holten ihren „Niko“ ab und brachten den Ausreißer wieder nach Hause.

Früher kümmerte sich die Tierrettung um ausgesetzte und vernachlässigte Tiere. Dieser Service wurde aber eingestellt, weil er zu teuer ist und es kaum Unterstützung vom Land gibt.

Für Stadtvize Christian Scheider ist das unverständlich: „Wenn die Feuerwehr nicht einspringt, gibt es ein massives Problem. Ich verstehe nicht, warum der Sparstift gerade hier angesetzt wird!“ Der zuständige Landesrat Christian Ragger hat zwar Verständnis – aber kein Geld. Seine Idee: Die Einnahmen der Gemeinden aus der Hundesteuer sollten zweckgebunden – also auch für die Tierrettung – eingesetzt werden. An einer dementsprechenden Gesetzesänderung werde gearbeitet.

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