02.07.2006 18:05 |

Buntes Spektakel

Wien feierte elfte Regenbogenparade

Trotz kühler Temperaturen haben sich laut Veranstalter am Samstag wieder über 100.000 Menschen in der Wiener Innenstadt versammelt, um bei der elften Regenbogenparade für Schwule, Lesben und Transgender zu marschieren. Der schrägste Demozug der Hauptstadt war um 15.00 Uhr gegen die Fahrtrichtung der Ringstraße zum Heldenplatz aufgebrochen.

Mit den Besucherzahlen übertreffe man vielleicht sogar das hohe Niveau des erfolgreichen Vorjahres, freute sich Organisator Christian Högl. Allerdings waren heuer weniger schwere Sattelschlepper als 2005 am Ring unterwegs. Dafür setzten die über 30 Vereinigungen und teilnehmenden Gruppen auf Kreativität.

Schwule Kaiser und "Warme Würstchen"
Von der schwulen Kaiserin im Fiaker über als "Warme Würstchen" verkleidete Demonstranten bis hin zur zünftigen Landtracht reichte das Spektrum. Neben den skurrilen Verkleidungen standen heuer aber auch wieder politische Forderungen nach rechtlicher Gleichstellung homosexueller Paare und das Einfordern von Toleranz bei vielen Plakaten im Vordergrund.

Andersrum um den Ring
Punkt 15.00 Uhr setzte sich der Zug vom MAK (Museum für Angewandte Kunst) aus gegen die Fahrtrichtung der Ringstraße in Bewegung, um gegen 17.30 Uhr den Heldenplatz für die große Abschlussveranstaltung zu erreichen. Dafür hatte sich als Hauptact der britische Popstar Jimmy Somerville angesagt. Ebenfalls angekündigt waren die italienische Bühnendiva Franca Morgano und kuriosere Formationen wie die Münchner "D'Schwuhplatter", die der bayerischen Folklore mit "krachledernem" Schuhplatteln huldigten.

Insgesamt sei die Parade sehr gut verlaufen, freute sich Organisator Högl am frühen Abend. Es ist zu keinerlei Zwischenfällen gekommen.

Mittwoch, 16. Juni 2021
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