So, 19. Mai 2019
12.01.2016 17:45

Bevölkerungsboom

So schnell wächst unsere Welt

Von Wien über New York bis hin zu Tokio: Der Bevölkerungsboom schreitet zügig voran. Allein Österreich wird in Zukunft um 60.000 Personen pro Jahr wachsen - mehr als das Ernst-Happel-Stadion an Besuchern fassen kann. Im fünften Teil unserer Serie "Zahlen zum Staunen" werfen wir einen Blick in die Zukunft: Was unsere Erde bis zum Jahr 2100 erwartet, welche Bevölkerungsgruppen explodieren und wie es um unsere Ressourcen steht. Eines sei aber schon vorab verraten: Für Österreichs jährlichen Einwohneranstieg benötigt die Welt gerade einmal sechs Stunden!

Aktuellen Berechnungen der Stiftung Weltbevölkerung zufolge leben seit 1. Jänner 2016 rund 7,4 Milliarden Menschen auf der Welt. Spräche man jede Sekunde eine Ziffer, bräuchte man dafür mehr als 200 Jahre! Apropos Sekunden: In nur 60 Sekunden werden durchschnittlich 159 Babys rund um den Globus geboren. Auf den Tag gerechnet, entspricht das etwa der Einwohnerzahl von Graz - nämlich 229.277 Personen.

Alleine im Vorjahr wuchs die Anzahl der Gesamtbevölkerung um 83 Millionen. Mit dieser Masse könnte man problemlos 25 gut besuchte Donauinselfeste feiern oder ganz Deutschland noch einmal besiedeln. Zahlen wie diese sprengen oft unser Vorstellungsvermögen. Die amerikanische Umweltaktivistin Donella Meadows entwickelte deshalb den Begriff des "globalen Dorfs". Es ist ein Gedankenspiel, das weltweite Zusammenhänge vereinfacht darstellt - nämlich als Dorf mit 100 Einwohnern.

In diesem "Miniversum" gäbe es heute 16 Afrikaner, 60 Asiaten, acht Lateinamerikaner, fünf Nordamerikaner, zehn Europäer und einen Ozeanier (siehe auch Grafik). 83 Bewohner könnten lesen und schreiben, nur sieben hätten einen Collegeabschluss, 26 Personen wären unter 15 Jahre alt und 48 müssten mit weniger als zwei Euro pro Tag auskommen.

Bis 2050 würde die Anzahl der Dorfbewohner auf 133 Menschen steigen. Das enorme Wachstum geht fast ausschließlich auf Entwicklungsländer zurück, in denen jährlich 75 Millionen Frauen ungewollt schwanger werden. Ändern sich unsere täglichen Gewohnheiten in den nächsten 35 Jahren nicht, brauchen wir laut Umweltorganisation WWF die Ressourcen von drei Erden, um unseren Bedarf zu decken.

Im Jahr 2100 wird unser Planet bereits 11,21 Milliarden Menschen beherbergen. Zu diesem Zeitpunkt hat Indien mit rund 1,66 Milliarden Einwohnern die Volksrepublik China als bevölkerungsreichster Staat der Welt abgelöst. Klingt gigantisch? Im Vergleich zur Gesamtheit aller Menschen, die je auf unserem Planeten gelebt haben, sind diese Zahlen aber immer noch "Peanuts": Schätzungen zufolge gab es seit dem ersten Auftauchen des Homo Sapiens mehr als 100 Milliarden (!) menschliche Wesen...

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