Mi, 22. Mai 2019
12.01.2016 14:38

Keine Brandstiftung

Zwei Tote bei Brand: Zigarette als Auslöser

Nach dem verheerenden Brand eines Holzhauses im Gemeindegebiet von St. Gilgen im Salzburger Flachgau in der Nacht auf Montag mit zwei Toten scheint die Ursache für das Feuer geklärt. Eine glosende Zigarette dürfte den Brand ausgelöst haben. Das Feuer soll im Bereich eines Sofas ausgebrochen sein, auf dem die Feuerwehr später die Leiche eines der Opfer fand.

Das Feuer war am späten Sonntagabend von einem Nachbarn bemerkt worden. Der Mann alarmierte gegen 23.45 Uhr die Einsatzkräfte. Als die ersten Feuerwehren eintrafen, standen Teile des alten zweistöckigen Holzhauses schon in Vollbrand. "Die Rauchentwicklung war sehr stark. Der erste Atemschutztrupp, der ins Haus gegangen ist, hat im Stiegenhaus eine Person gefunden. Der Mann wurde sofort ins Freie zu den Rotkreuzhelfern gebracht. Die Rettung hat versucht, ihn zu reanimieren, aber er ist leider verstorben", sagte der Feuerwehrkommandant von St. Gilgen, Karl Paul.

Es sei zunächst ungewiss gewesen, ob noch eine zweite Person im Haus war. Wegen der großen Hitze und der Einsturzgefahr war es für die Feuerwehrleute zu gefährlich, den Brand von innen unter Kontrolle zu bekommen. "Wir haben dann von außen mit zwei Drehleitern begonnen, das Dach zu öffnen. Erst als die gröbsten Löscharbeiten vorbei waren, haben wir wieder einen Atemschutztrupp ins Haus schicken können. Der hat dann dort, wo es am intensivsten gebrannt hat, die zweite Person gefunden", so Paul. Diese war bis zur Unkenntlichkeit verbrannt.

Identität geklärt
Wie die Obduktion ergab, sind beide Opfer - ein 47-jähriger Mann und seine gleichaltrige Lebensgefährtin - an den Rauchgasen erstickt. "Sie haben eine Kohlenmonoxidvergiftung erlitten", sagte Polizeisprecherin Eva Wenzl am Dienstag. Bei den Ermittlungen stand auch ein Brandmittelspürhund im Einsatz, es hätten sich aber keine Spuren auf Brandstiftung ergeben. Ein Fremdverschulden bei der Todesursache hatte die Polizei bereits am Montag ausgeschlossen.

Insgesamt standen bei dem Großbrand fünf Feuerwehren aus Salzburg und Oberösterreich mit mehr als 140 Mann im Einsatz. Das Wohnhaus wurde innen komplett zerstört.

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