07.01.2016 15:45 |

Schneearmut

Tiroler Kleinlifte: Kampf auf Biegen und Brechen

Der heurige Winter lässt - und das ist noch gelinde ausgedrückt - mehr als zu wünschen übrig. Besonders zu schaffen macht die ungewöhnliche Schneearmut den Tiroler Kleinstskigebieten und noch verbliebenen Kleinliften. Nur dort, wo teure Beschneiungsanlagen "mithelfen", ist ein Skibetrieb möglich. Ein harter Kampf auf Biegen und Brechen, bei dem teils auch viel Handarbeit gefragt ist!

Schier nicht enden wollende Warmwetterperioden und ausbleibende Schneefälle trieben den heimischen Seilbahnern die Sorgenfalten auf die Stirn. Sogar die Schneekanonen konnten häufig nicht voll laufen.

Wie läuft’s aktuell auf den Tiroler Pisten? In den Top-Skigebieten wie Ischgl ist sowieso viel los und auch in einigen kleineren Gebieten wie beispielsweise Bergeralm oder Axamer Lizum läuft es gut, weiß Klaus Hönigsberger von Skiareatest.

Prekär hingegen die Lage im Kleinskigebiet Buchensteinwand (Pillerseetal, 22 Pistenkilometer): "Es ist der dritte katastrophale Winter in Folge. Nur eine Talabfahrt ist offen", stöhnt Marketingmann Toni Wurzrainer. Er gibt ganz offen zu: "Dieser Winter bringt Verluste, es ist eine existenzbedrohende Lage für uns."

Wenig zum Lachen gibt es auch bei "Bürgermeister-Anlagen". "Nur dort, wo auch beschneit werden kann, ist an Skifahren zu denken", erklärt Hönigsberger. Oft stehen Lifte daher ganz still.

"Eltern sind dankbar"

Nicht so etwa in Ehenbichl im Außerfern. Dort hat die Gemeinde als Betreiber vor dem Jahreswechsel alle Hebel und Hände in Bewegung gesetzt, um zumindest die Hälfte des Waldrastliftes zu präparieren. Dank Kunstschnee mit Erfolg! "Unser Lift war die erste Anlage im Talkessel, die öffnen konnte", freut sich BM Wolfgang Winkler: "Viele Eltern sind uns sehr dankbar, weil sich die Kinder nun sinnvoll beschäftigen können."

"Echte Katastrophe"

In Weerberg hingegen nahm der Hüttegglift am 3. Jänner Fahrt auf. "Der Winter war bisher eine Katastrophe. Weil es in der Höhe immer wärmer war, mussten wir uns mit dem Kunstschnee von unten nach oben arbeiten", erklärt Betriebsleiter Alois Leitner. Die Bedingungen seien gut, es sei auch schon recht viel los. "Ohne Zuschüsse von der Gemeinde und des TVB wäre das unmöglich", sagt Leitner.

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