05.01.2016 10:21 |

Vorsitz übernommen

Haslauer "dirigiert" jetzt alle neun Bundesländer

Die Schützen empfingen den Festzug beim Schloss: Gekonnt luden sie zum Reihenfeuer nach, trotz eisig gewordener Finger. Trachten- und Schwegelmusik spielten auf. Der Diabelli Chor sang zuvor in der Stiftskirche. "Herrlich, diese Winterstimmung", freute sich Landeshauptmann Wilfried Haslauer, dass sich Salzburg verschneit präsentierte.

Beim Festakt im Schloss Mattsee übergab "Nachbar"-Landeschef Josef Pühringer symbolisch einen Dirigentenstab an Haslauer: Der Vorsitz der Landeshauptleute-Konferenz wandert damit für sechs Monate nach Salzburg. Mattsee erwies sich auch als idealer Ort, 1000 Jahre Geschichte und salzburgerisch-oberösterreichische Parallelen aufzuarbeiten. Ortschronist Herbert Handlechner wählte dafür als Symbol den Tassilo-Kelch des Bayern-Herzogs, der die Stifte Mattsee und Kremsmünster bauen ließ.

Und Oberösterreichs Landeschef brachte mit seinen historischen Rückblicken und Analysen alle zum Schmunzeln. 37 Jahre gehörte Salzburg einmal zu Oberösterreich (1816 bis 1849), später wurde es eigenes Kronland. Im Gedenkjahr 2016 erinnert man sich daran. Es schmerze etwas, dass Salzburg Erzdiözese sei und Oberösterreich nur eine Diözese, gestand Pühringer ein. Und die beiden Bundesländer verbinden auch viele Grenzgänger: "Bis 1965 hatten wir keine Universität. Viele blieben in Salzburg."

"Man muss wissen, wer einreist"
Jetzt geht es aber darum, alle Bundesländer in Einklang zu bringen. Die Landeshauptleute-Konferenz ist in der Verfassung nicht vorgesehen, hat aber großes Gewicht. Haslauer will sich um ein faires Verhältnis bemühen und er setzt die Asylkrise auf seine Agenda: "Man muss wissen, wer einreist." Slowenien, Österreich und Deutschland könnten an der Außengrenze zusammenarbeiten. Salzburg übernimmt mehrfach den Vorsitz: Gottfried Kneifel übergab an Josef Saller den Präsidenten im Bundesrat - mit großem Parlamentsschlüssel. Und Brigitta Pallauf trat den Vorsitz in der Landtagspräsidenten-Konferenz an.

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