So, 23. September 2018

Drogen per Post

30.12.2015 12:17

Schlag gegen Tiroler Suchtgiftszene: 20 Festnahmen

Schlag gegen die Innsbrucker Suchtgiftszene: Nach umfangreichen Ermittlungen wurden insgesamt 20 Verdächtige festgenommen worden. Unter anderem ging es um die Einfuhr und den Verkauf von 32 Kilogramm Cannabiskraut, 2,5 Kilogramm Cannabisharz, bis zu 1000 Ecstasy-Tabletten usw. Der Abnehmerkreis umfasste rund 400 Menschen, sie alle wurden bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.

Die rund elf Monate andauernden Ermittlungen hatten im Februar begonnen. "Wir konnten drei lose Gruppierungen ausforschen, die auch untereinander zusammenarbeiteten", erklärte Stadtpolizeikommandant Martin Kirchler am Mittwoch. Dabei hatte sich jeweils eine der Gruppen auf den Verkauf von Cannabis, Kokain und Amphetaminen "spezialisiert". Die erste Festnahme habe es bereits Mitte Juni gegeben, das letzte Mal hätten die Handschellen vergangene Woche geklickt, sagte Kirchler.

Unter den 20 Festgenommenen im Alter zwischen 18 und 35 Jahren seien 17 Österreicher, zwei Deutsche und ein Marokkaner. Ein Teil der Verdächtigen sitzt noch in Untersuchungshaft, einige seien wieder entlassen worden. Insgesamt habe es 29 Festnahmeanordnungen gegeben. "Neun Personen konnten sich aber absetzen, nach ihnen wird noch gefahndet", meinte der Stadtpolizeikommandant.

Suchtgift per Post verschickt
Das Suchtgift hätten die Gruppierungen aus Südtirol, Wien und Berlin bezogen. "Kokain, Ecstasy und Amphetamine wurden den Verdächtigen per Post aus Berlin zugeschickt", erklärte Ermittler Markus Oberhammer. Die Polizei war auf eine dieser Postsendungen aufmerksam geworden, weil sie aufgrund einer falschen Adresse nicht zustellbar war und wieder retourniert wurde. "Am Rückweg nach Berlin konnten wir das Paket dann sicherstellen", meinte Oberhammer.

Den drei Gruppen konnte die Einfuhr und der Verkauf von 32 Kilogramm Cannabiskraut, 2,5 Kilogramm Cannabisharz, 500 bis 1.000 Ecstasy-Tabletten, 700 Gramm Kokain, 500 Gramm Amphetamin und 30 Milliliter flüssigem LSD nachgewiesen werden. Der Verkauf fand laut Polizei überwiegend in den von den Beschuldigten bewohnten Wohnungen oder in deren unmittelbarer Nähe auf der Straße statt.

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