Mi, 19. September 2018

Panne in Washington

23.12.2015 15:40

Softwarefehler: 3200 Insassen zu früh entlassen

Peinliche Panne im US-Staat Washington: Wegen eines Softwarefehlers sind dort seit 2002 rund 3200 Gefängnisinsassen zu früh aus ihrer Haft entlassen worden. Für einige von ihnen heißt es daher jetzt zurück hinter Gitter, um ihre Strafe vollständig abzusitzen.

Die Software zur Berechnung vorzeitiger Entlassungsdaten wegen guter Führung war 2002 eingeführt worden. Drei Prozent aller Insassen im US-Staat Washington durften sich seitdem über "Boni" freuen und ihre Haft im Schnitt 49 Tage früher verlassen als eigentlich geplant, wie CNN berichtet. In einem Fall durfte sich ein Insasse sogar über die stolze Haftverkürzung von 600 Tagen freuen.

Besonders peinlich: Der Fehler war bereits 2012 aufgefallen, als sich die Familie eines Opfers über die vorzeitige Entlassung eines Täters beschwerte. Dessen ungeachtet blieb der Fehler bis zur Einstellung eines neuen IT-Chefs beim zuständigen Washington Department of Corrections jedoch weiterhin bestehen. Ein für 7. Jänner angekündigtes Update soll den Fehler nun endgültig beheben.

Sofern in der Zwischenzeit noch nicht durch gemeinnützige Arbeit abgegolten, müssen einige Insassen jetzt wieder hinter Gitter, um ihre Strafe vollständig abzusitzen. Davon betroffen seien aktuell sieben Personen, fünf von ihnen hätten bereits ausfindig gemacht und wieder hinter Gitter gebracht werden können, so eine Sprecherin des Washingtoner Gouverneurs Jay Inslee gegenüber CNN.

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