Do, 18. Oktober 2018

4800 Geldstrafe

22.12.2015 20:28

Fußball-Schiri nach Finale mit dem Tod bedroht

Emotionen gehören beim Fußball einfach dazu. Doch beim Alpencup - einer Liga für Hobbymannschaften - im September im Pitztal ging das Temperament mit einem Spieler (29) vollkommen durch. Weil er sich bei der Final-Niederlage seines Teams vom Schiedsrichter ungerecht behandelt fühlte, drohte er diesem mit dem Tod.

Das Finale des heurigen Alpencups zwischen dem SC Wald und dem KSV Ried war an Spannung kaum zu überbieten. Der Meister musste im 7-Meter-Schießen ermittelt werden. Doch nachdem der Schiedsrichter Schüsse wiederholen ließ und Wald sich schlussendlich im Final-Krimi durchsetzte, kam es noch auf dem Spielfeld zum Eklat.

Ein Spieler des unterlegenen Teams war offenbar dermaßen sauer, dass er den Unparteiischen mit 500 Türken, dem Tod und sogar mit IS-Kämpfern gedroht haben soll. "Absoluter Blödsinn. Ich habe ihn vielleicht beleidigt, aber bedroht habe ich ihn nicht", rechtfertigte sich der 29-Jährige am Dienstag als Angeklagter am Innsbrucker Landesgericht. Doch auch gut 20 Minuten nach dem Spiel war der "Alpen-Ronaldo" kaum zu beruhigen und drohte dem Schiri vor Zeugen auch noch in der Kantine, als dieser gerade ein Würstchen verzehrte.

Richter Thomas Dampf verurteilte den 29-Jährigen zu einer Geldstrafe von 4800 Euro. Nicht rechtskräftig.

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