Di, 23. Oktober 2018

Waldstück gerodet

18.12.2015 13:24

Umweltvergehen: Koch von Klimakonferenz verurteilt

Auf der Pariser UN-Klimakonferenz hat der französische Starkoch Marc Veyrat für rund 150 Staats- und Regierungschefs gekocht - jetzt ist er wegen eines Verstoßes gegen das Umweltrecht verurteilt worden. Ein Gericht der Alpenstadt Annecy verurteilte den 65-Jährigen am Freitag zu einer Geldstrafe von 100.000 Euro, weil er ohne Genehmigung ein 7000 Quadratmeter großes Waldstück gerodet hatte. Außerdem legte Veyrat nahe seinem Alpenrestaurant "La Maison des bois" ein Feuchtgebiet trocken, um einen Lehrpfad anzulegen.

Der Spitzenkoch, dessen Markenzeichen ein schwarzer Hut mit breiter Krempe ist, muss jetzt das Feuchtgebiet wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzen. Er hat dafür drei Monate Zeit, für jeden Tag Verzögerung drohen ihm 3000 Euro Geldstrafe.

Starkoch bereut "großen Fehler"
Während des Prozesses hatte sich Veyrat einsichtig gezeigt: Die ganze Angelegenheit tue ihm leid, er habe einen "großen Fehler" begangen. "Ich stehe nicht über dem Gesetz. Jeder kann sich irren, auch ich." Der 65-Jährige könnte aber auch in Berufung gehen. Sein Anwalt sagte am Freitag, die Geldstrafe sei vermutlich wegen der "Persönlichkeit und Bekanntheit von Herrn Veyrat" so hoch ausgefallen. Zunächst will der Anwalt aber die Urteilsbegründung abwarten.

Veyrat ist einer der bekanntesten Köche Frankreichs. Für den ersten Tag der Pariser UN-Klimakonferenz entwarf er mit den Starköchen Yannick Alleno, Alexandre Gauthier, Nicolas Masse und Christelle Brua das Mittagsmenü für die rund 150 eingeladenen Staats- und Regierungschefs.

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