Do, 21. Juni 2018

Start in China

18.12.2015 09:09

"Wukong" soll Rätsel um Dunkle Materie lösen

China hat sein erstes Weltraumteleskop ins All geschickt. Eine Rakete vom Typ "Langer Marsch-2D" brachte das fliegende Observatorium namens "Wukong" (Affenkönig) am Donnerstag vom Raumfahrtzentrum Jiuquan am Rande der Wüste Gobi aus in seine Umlaufbahn, wie staatliche Medien berichteten.

Das knapp zwei Tonnen schwere Teleskop hob an Bord der Trägerrakete vom Startzentrum Jiuquan in der nordwestchinesischen Provinz Gansu ab. "Wukong" soll in 500 Kilometern Höhe vor allem neue Erkenntnisse über die unsichtbare Dunkle Materie sammeln.

Benannt wurde das fliegende Observatorium nach dem gewitzten Affenkönig Sun Wukong aus dem chinesischen Schelmenroman "Die Reise nach Westen". Der soll demnach Augen besessen haben, die es ihm ermöglichten das Böse in jeglicher Form zu erkennen, berichtete Radio China International auf seiner Website.

Erste Ergebnisse erst Mitte 2016
Für Chang Jin, Chinas Chefwissenschaftler für die Erforschung dunkler Materie, gehört "Wukong” zu den leistungsstärksten Weltraumteleskopen der Welt. Erste Ergebnisse werden in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres erwartet. Rund 100 Wissenschaftler werden die Daten auswerten.

Die normale Materie, aus der Sterne, Planeten und auch Menschen bestehen, stellt nur einen kleinen Teil des Inhalts des Weltalls dar. Mehr als fünf Mal häufiger ist dagegen die unsichtbare Dunkle Materie, deren Natur völlig unbekannt ist und die sich nur durch ihre Schwerkraft bemerkbar macht.

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