Di, 21. August 2018

Von Bus angefahren

16.12.2015 19:44

Glassplitter klärten Rätsel um Tod von 22-Jährigen

Der mysteriöse Tod des Wildschönauers Gabriel Pfister ist geklärt: Der 22-Jährige war Ende Oktober in Auffach bewusstlos am Straßenrand gefunden worden, später verstarb er daheim im Bett. Die Polizei ermittelte akribisch und gab nie auf. Glassplitter führten nun zum einheimischen Fahrer des Unfallautos.

"Es war aufgrund der Verletzungen nie klar, dass der Tod durch einen Verkehrsunfall verursacht wurde", schildert Chefermittler Walter Pupp die schwierige Ausgangslage in diesem Fall.

Firmenwagen auf eigene Kosten reparieren lassen

Doch dann fanden sich am Unfallort winzige Glassplitter, die nach akribischen Ermittlungen einem VW-Bus (T5) zugeordnet werden konnten. "Wir haben dann 50 solche Busse in der Region überprüft, zunächst ohne Ergebnis", sagt Pupp. Die Ermittler ließen aber nicht locker und forderten vom VW-Konzern sämtliche Daten über Reparaturen - auch in Deutschland - an. Und tatsächlich: Es stellte sich heraus, dass ein Wildschönauer (38) seinen deutschen Firmenwagen auf eigene Kosten in Deutschland reparieren hatte lassen.

Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung

Damit konfrontiert, gab der Lenker an: Er sei heimwärts unterwegs gewesen und habe nach einem Sekundenschlaf und einem Krach geglaubt, eine Schneestange touchiert zu haben. Danach sei er einfach weitergefahren. Gegen Mittag, so der 38-Jährige, habe er vom tödlichen Unfall gehört, eine Meldung aber unterlassen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Umständen.

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