Do, 20. September 2018

Kerry in Moskau

15.12.2015 10:33

Syrien-Konflikt: USA wollen Russland als Partner

US-Außenminister John Kerry hat Russland zur Zusammenarbeit für eine Lösung des Syrien-Konflikts aufgerufen. "Ungeachtet aller Meinungsverschiedenheiten ist Russland ein bedeutender Partner", sagte Kerry bei einem Treffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow am Dienstag in Moskau. Beide wollen außer über das Bürgerkriegsland auch über die aktuellen Spannungen in der Ostukraine sprechen.

Von den Moskauer Gesprächen dürfte auch abhängen, ob ein für Freitag in New York geplantes neues internationales Treffen zum Syrien-Konflikt stattfindet. Kerry will bei seinem zweiten Besuch in Russland in diesem Jahr auch Präsident Wladimir Putin treffen. "Ich denke, die ganze Welt profitiert davon, wenn mächtige Nationen mit einer langen gemeinsamen Geschichte die Fähigkeit haben, eine Verständigungsgrundlage zu finden", sagte Kerry.

Positionen liegen noch weit auseinander
Bislang liegen die Positionen von Washington und Moskau in der Syrien-Krise weit auseinander. Russland stützt den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad, während die USA dessen Abgang betreiben. Zudem fliegen Russland und die USA unabhängig voneinander Luftangriffe auf Ziele in Syrien. Die USA und andere Staaten werfen Russland dabei vor, vor allem auf den Schutz Assads vor Rebellenangriffen zu zielen und nicht - wie die US-geführte Militärallianz - in erster Linie die Dschihadistengruppe Islamischer Staat zu bekämpfen.

Zuletzt hatte sich aber bei Gesprächen in Wien im November eine Annäherung bei der Suche nach einer politischen Lösung angedeutet. Vergangene Woche trafen sich in Riad, der Hauptstadt Saudi-Arabiens, Vertreter der syrischen Opposition als Vorbereitung möglicher Friedensbemühungen.

Auch Ukraine-Konflikt noch nicht gelöst
Ein weiteres Thema bei Kerrys Besuch in Moskau sollen auch die Spannungen zwischen den USA und Russland im Ukraine-Konflikt sein. Der Westen wirft Moskau vor, die Rebellen im Osten des Nachbarlandes zu unterstützen und die Lage dort zu destabilisieren. Russland bestreitet jegliche Waffenhilfe.

Nach russischen Agenturberichten forderte Lawrow die USA auf, Einfluss auf die ukrainische Führung in Kiew zu nehmen, um den Konflikt zu beenden. Russland sieht sich in der seit fast zwei Jahren andauernden Auseinandersetzung nicht als Konfliktpartei, obwohl es die prorussischen Separatisten unterstützt.

Video: Syrien-Einsatz der Bundeswehr hat begonnen

Lesen Sie auch:

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.