Sa, 22. September 2018

Strom reißt nicht ab

14.12.2015 15:57

115.000 flüchten durch Kärnten

Stürme über dem Mittelmeer, Eiseskälte an Land: Anders als erwartet, reißt der Migrationsstrom auch im Winter nicht ab. Derzeit flüchten pro Tag 3500 Migranten durch unser Bundesland. Seit Beginn der Krise waren es bereits 115.000 Menschen.

Geht es nach aktuellen Einschätzungen der Behörden, stranden pro Tag an die 2000 Flüchtlinge in Griechenland. Weniger als in Kärnten, wo derzeit täglich 3500 Migranten über die Grenze zu uns und dann weiter nach Deutschland gebracht werden. "Der Strom reißt nicht ab", weiß Polizeisprecher Rainer Dionisio.

Nachdem die Zahl der Ankünfte zuletzt auf 1500 Flüchtlinge pro Tag gesunken war, sind die Kapazitäten von Bus und Bahn jetzt wieder voll ausgelastet. Ein Großteil der Migranten hat sich trotz Eiseskälte bis ins Flüchtlingslager Dobova in Slowenien durchgeschlagen, wo die Migranten registriert und in einem der täglich acht Busse oder drei Züge nach Kärnten kommen. Experten gehen davon aus, dass der Flüchtlingsstrom auch über den Winter anhalten werde.

Während der Flüchtlingstransit perfekt funktioniert, bleiben Quartiere in Kärnten - wie derzeit in der Widmanngasse in Villach - stark umstritten. Kritik kommt jetzt von FP-Stadtrat Erwin Baumann, der um das soziale Gefüge fürchtet. In der Landeshauptstadt gibt es neben der Dullnig- und der Baumax-Halle mit der Sirius-Halle bald drei große Transitquartiere. Die Bedenken der Stadtführung fanden kein Gehör.

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