Sa, 18. August 2018

Kontrollen gefordert

12.12.2015 16:24

Aktion gegen private Punschstände

Nicht gerade friedlich geht es auf Kärntner Weihnachtsmärkten zu, wenn es ums liebe Geld geht. Viele Gastronomen klagen über die zunehmende Konkurrenz durch gemeinnützige Vereine, die am Weihnachtskuchen mitnaschen wollen und sich dabei nicht immer ans Gesetz halten. Die Kammer fordert mehr Kontrollen.

"Ich denke, dass vielen Vereinen und Feuerwehren die rechtliche Lage noch nicht klar ist", meint der Klagenfurter Wirtschaftstreuhänder Lothar de Pauli. Er ortet mehrere Gefahren.

"Wenn sie nicht die Kriterien einhalten, fallen sie unter die Gewerbeordnung und können keine steuerliche Begünstigung in Anspruch nehmen. Außerdem gilt für sie dann auch die Registrierkassenpflicht." Im Falle einer Kontrolle würden Strafen bis zu 5000 Euro fällig.

"Hinzu kommt, dass die Vereine eigentlich nur maximal drei Tage im Jahr Glühwein ausschenken dürften - und das auch nur dann, wenn der gemeinnützige Zweck für den Stand nachgewiesen wird. Jedes Vereinsmitglied muss unentgeltlich am Stand tätig sein", ergänzt Guntram Jilka von der Fachgruppe Gastronomie in der Wirtschaftskammer, die strengere Kontrollen fordert. "Es gibt natürlich genügend positive Beispiele für Vereine, wo es gut funktioniert. Aber wer sich nicht ans Gesetz hält, schadet damit der Gastronomie", sagt der Kärntner Caterer und "Fairplay"-Sprecher Adi Kulterer. "Daher soll die Behörde in diesem Fall nicht mit zweierlei Maß messen und genau so streng sein, wie sie es bei den Gewerbebetrieben macht."

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