Sa, 20. Oktober 2018

Insolvente Firmen

10.12.2015 18:38

Schicksalstage für Therme, Schirnhofer & Co.

Stürmische Zeiten in der steirischen Wirtschaft: Am Mittwoch soll die Entscheidung über die insolvente Grimmingtherme in Bad Mitterndorf fallen; zwei Kaufinteressen mischen die Karten vor dem Tag X gerade neu. Beim oststeirischen Wursterzeuger Schirnhofer scheint - trotz einer Folgeinsolvenz - der Betrieb bis ins Frühjahr gesichert zu sein. Und in Lannach ist eine weitere Holz-Firma pleite.

Als die Grimmingtherme in Bad Mitterndorf im Oktober Insolvenz anmeldete, galten Kaufinteressenten als unwahrscheinlich. Mittlerweile gibt es zwei: eine Gruppe früherer Gesellschafter sowie eine Investorengruppe mit der Hotelkette Aldiana. Letztere soll nach Verhandlungen mit der Hausbank der Therme in der Pole-Position sein - doch noch ist nichts in trockenen Tüchern. Von einigen Seiten wird weiterhin eine finanzielle Sanierung der Therme ohne Verkauf an neue Eigentümer bevorzugt.

Spätestens am Mittwoch werden die Würfel fallen: Da sollen die Gläubiger über den Sanierungsplan abstimmen, auch das Kaufangebot ist bis zu diesem Tag befristet. Es wird nun viel verhandelt, telefoniert, gepokert. "Derzeit ist viel Bewegung in der Sache, alles scheint möglich", so ein Insider.

Weitere Schirnhofer-Firma insolvent
Positive Signale gibt es vom ebenfalls insolventen Fleisch- und Wursterzeuger Schirnhofer aus Kaindorf bei Hartberg: Durch Einigungen mit Banken erhält das Unternehmen 1,2 Millionen Euro, die Fortführung sollte bis März gesichert sein. 50 Dienstnehmer werden sukzessive abgebaut, 220 sollen hingegen den Job behalten.

Am Donnerstag musste auch die "Schirnhofer Familienunternehmen Holding" Konkurs anmelden. Diese übergeordnete Firma hält Unternehmensbeteiligungen, etwa am mittlerweile stillgelegten Schlachthof in Großsteinbach. Es ist damit zu rechnen, dass man einiges verkaufen muss, um die Sanierung der Wurstfirma zu ermöglichen. "Das Firmengeflecht soll zurückgefahren werden", sagt AKV-Kreditschützer Franz Blantz.

Lannacher Tischlerei in Turbulenzen
Auch die Insolvenz der Holzfirma Heinz Stark hat negative Folgen: Die ebenfalls in Lannach beheimatete Tischlerei Drobesch, die eng mit Stark verknüpft ist, ist laut Creditreform ebenfalls in Konkurs. 22 Arbeitnehmer sind betroffen. Mittelfristig soll das Unternehmen geschlossen werden.

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