Mo, 25. Juni 2018

Eisdickeverlust

10.12.2015 17:18

Pasterze verlor zehn Meter Eis

Das ist alarmierend: Das noch 200 Meter dicke Eis der Pasterze könnte bis 2050 völlig verschwunden sein! Das ergeben Berechnungen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Allein heuer verlor die Gletscherzunge wieder zehn Meter. Auch auf dem Sonnblick kriselt es.

Begonnen hat das Jahr für die Gletscher noch erfreulich. Im Winter fiel im Bereich des Alpenhauptkammes um etwa zehn Prozent mehr Schnee als im vieljährigen Mittel. "Aber Österreichs zweitwärmster Sommer der Messgeschichte, der auch der trockenste Sommer seit 1911 war, brachte Schnee und Eis dann extrem zum Schmelzen", bilanziert ZAMG-Experte Bernhard Hynek.

Die Pasterze ist im unteren Bereich von Herbst 2014 bis Herbst 2015 um bis zu zehn Meter dünner geworden. Über den gesamten Gletscher gemittelt, ging die Eisdicke binnen dieses Jahres um etwa 1,5 Meter zurück. Das sind die höchsten Werte, seit die ZAMG 2004 mit den jährlichen Massenbilanzmessungen begonnen hat. Hynek: "Bei einer maximalen Eisdicke von derzeit rund 200 Metern und einem mittleren Eisdickenverlust von fünf Metern pro Jahr, ist zu erwarten, dass die Gletscherzunge der Pasterze schon bis zum Jahr 2050 fast vollkommen verschwunden sein wird."

Während die Pasterze im Zeitraum von 1969 bis 1998 im Mittel über die gesamte Fläche 0,65 Meter an Eisdicke verloren hatte, war es zwischen 1998 und 2012 schon mehr als doppelt so viel, nämlich 1,41 Meter. Die in der Sonnblickgruppe vermessenen Gletscher sind in diesem Jahr ebenfalls stark geschmolzen.

Das Goldbergkees hat im Mittel 1,8 Meter Eisdicke verloren, das Kleinfleißkees 1,5 Meter.

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