Mo, 22. Oktober 2018

Tausende zu spät

09.12.2015 15:53

Lkw-Flut nach Feiertag führte zu "Stau des Jahres"

Horrortag für Zigtausende Autobahnbenutzer, die zur Arbeit mussten oder einen dringenden Termin hatten: Wegen des Lkw-Fahrverbotes am Feiertag startete Mittwoch um 5 Uhr alle gleichzeitig. Vor allem im Unterland bis in den Großraum Innsbruck ging teils gar nichts mehr. Dann kam auch noch ein schwerer Unfall hinzu.

Herrscht in Tirol immer so ein Chaos", fragte ein entnervter niederösterreichischer Lenker, nachdem er im Stau bei Vomp aus dem Auto gestiegen war. Die Antwort - dass nach dem Feiertag und dem Nachtfahrverbot eben alle Lkw zugleich losstarten würden - löste bei ihm einiges Kopfschütteln aus.

Stau auf A13 schon in der Früh

"Der Stau begann schon um 6.30 Uhr auf der Bergaufstrecke bei Patsch. Dort löste er sich gegen 8.30 Uhr auf, verlagerte sich dafür aber ins Unterland", schildert Günther Salzmann von der Verkehrspolizei. Dort reichte der Lkw-Stau - mit einigen Unterbrechungen - bis zur Staatsgrenze zurück. Erst recht, als gegen10.30 Uhr bei Wiesing ein Lkw-Unfall passierte und verlorene Betonteile geräumt werden mussten - 45 Minuten Totalsperre!

Polizei hielt Ausfahrten frei

Sämtliche verfügbare Polizeistreifen (auch aus den Bezirken) waren im Großeinsatz, um wenigstens die Autobahn-Anschlussstellen frei zu halten. Ein weiteres Problem waren einige Lkw-Lenker, die die Rettungsgasse blockierten, indem sie an der Kolonne am Pannenstreifen vorbei fuhren.

Verspätungen einarbeiten oder nicht?

Zu spät zur Arbeit - ist die Zeit nachzuholen? Die Rechtslage, wenn Arbeitnehmer zu spät kommen: "Gesetzlich wird zwischen Angestellten und Arbeitern unterschieden", erklärt Thomas Radner, Experte der AK. Und: "Es ist ein unvorhersehbares Ereignis. Während Angestellte die verlorene Zeit nicht einarbeiten müssen, müssen Arbeiter die Stunden nachholen bzw. Gehaltskürzungen in Kauf nehmen." So lautet die (laut Radner ungerechte) Theorie. Die Praxis in den Firmen ist wohl unterschiedlich.

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