Sa, 23. Juni 2018

Schüler verängstigt

04.12.2015 15:19

Audio-Post: "Deine Mama wird in 5 Jahren ermordet"

Wohl der Großteil der Tiroler wurde während seiner Schulzeit mit unterschiedlichen Kettenbriefen - meist in schriftlicher Form - konfrontiert. Seit einigen Tagen macht jedoch eine unheimliche Audio-Datei die Runde: Eine mysteriöse Stimme droht den Kindern, sie beziehungsweise ihre Mütter eiskalt zu ermorden.

"Hi, ich bin Niko" - der Audio-Kettenbrief, der derzeit unter Tirols Kindern - vor allem in Schulen - wie ein Lauffeuer die Runde macht, beginnt relativ harmlos. Beim Einstieg ahnt man noch nicht, was die dubiose Frau mit ihrer mysteriösen Computer-Stimme gleich von sich gibt, dass sie im nächsten Moment droht, den Empfänger um Mitternacht zu Hause zu besuchen, um ihn dann regelrecht abzuschlachten. Der scheinbar einzige Ausweg aus dem Horror-Dilemma: die Datei an 20 Leute weitersenden. "Anna Weinfeld hat es einfach ignoriert, sie glaubte nicht daran (...) Ich brachte sie um, keiner hat sie nie mehr gesehen."

Kinder an Tirols Schulen verängstigt

Erwachsene durchblicken den "kranken" Schmäh freilich auf der Stelle. Doch viele Kinder bringt er an den Rand der Verzweiflung - vor allem die Kleinsten, immerhin laufen ja heutzutage teils schon die Volksschüler mit Smartphones herum. Und spätestens die nächste Drohung bringt viele Kids komplett aus der Fassung. Hier bringt die unheimliche Stimme nämlich die geliebte Mama ins Spiel. "Schicke dies in 20 Minuten an 20 Leute. Wenn nicht, wird deine Mutter in fünf Jahren ermordet. Beeile dich, wenn du deine Mutter liebst"

"Kinder aufklären, dass nichts passieren wird"

Wie sehr die Audio-Post an den Nerven zehren kann, musste kürzlich erst eine Mutter aus Innsbruck erfahren. "Mein Sohn kam völlig verweint nach Hause und hatte brutale Angst", schildert die Frau, die sich auch vom Inhalt schockiert zeigt. Wie reagiert man als Eltern am besten? "Kettenbriefe als Audio-Datei sind im Grunde genommen nichts Neues", erklärt Horst Lehner vom LKA Tirol und ergänzt: "Der Rat an Erwachsene: Die Eltern sollen sich zuerst selbst über das Thema informieren, dann mit den Kindern sprechen und sie darüber aufklären, dass nichts passieren wird."

"Nicht kontrollierbares Schneeballsystem!"

Derartige Kettenbriefe zu verhindern, sei nicht zuletzt aufgrund der Neuen Medien wie Facebook, What’s App und Co. unmöglich. "Dateien werden immer weiter und weiter geschickt. Es ist leider ein nicht kontrollierbares Schneeballsystem", betont Experte Lehner weiter. Die besagte Horror-Nachricht ist übrigens nicht neu. In Deutschland war die Datei schon 2013 im Umlauf. Dass sie auch Tirol erreicht, war nur eine Frage der Zeit. Viele Eltern wissen oft gar nicht, wie sie im Fall des Falles richtig reagieren sollen. Hilfreiche Infos gibt es unter: www.saferinternet.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.