Di, 19. Juni 2018

Polizei-Großeinsatz

02.12.2015 16:27

Flüchtlinge in Aufruhr: Essen schmeckt nicht!

Unzufriedenheit, falsche Vorstellungen und die Verpflegung sorgten am Dienstag Abend in der Flüchtlingsunterkunft am Innsbrucker Paschbergweg für Aufruhr. 21 (!) Polizeistreifen eilten zur ehemaligen Tennishalle, die erhitzen Gemüter konnten schließlich beruhigt werden. Verletzte oder Schäden gab es zum Glück keine …

Eine angebliche Massenschlägerei mit 50 bis 60 beteiligten Personen ließ am Dienstag gegen 22 Uhr ein Großaufgebot der Polizei ausrücken. "Die Situation war zum Glück nicht ganz so dramatisch, wie vermutet. Es gab etwas lautere Diskussionen und einige tumultartige Szenen", erklärt Hubert Rimml vom Stadtpolizeikommando Innsbruck.

Unzufriedenheit wegen falscher Versprechen

Und der Grund für die rund 60 erhitzen Gemüter aus verschiedenen Nationen? "Einige der Bewohner sind mit dem Quartier unzufrieden. Aufgrund des regnerischen Wetters und der kalten Temperaturen hielten sich viele von ihnen zuletzt vermehrt im Inneren des Gebäudes auf. Bei vielen Menschen auf engem Raum kann es eben ab und zu zu Problemen kommen", so Rimml.

Falsche Versprechern von Schleppern

Vor allem das Essen soll ausschlaggebend für die Unzufriedenheit der Flüchtlinge sein. "Bereits vor geraumer Zeit wurde von einigen Bewohnern die Verpflegung kritisiert", weiß der Beamte. "Diese ist mit Sicherheit in Ordnung. Nur sind Geschmäcker eben verschieden und die Speisen in den Herkunftsländern halt anders", ist Rimml überzeugt. Viele der Flüchtlinge sollen eben "mit ganz falschen Vorstellungen" nach Europa kommen. "Immer wieder glauben sie, dass sie sofort eine Wohnung erhalten. Dies wird ihnen offenbar von Schleppern und in sozialen Netzwerken versprochen."

Keine Festnahmen, keine Schäden

Die Beamten konnten die Gemüter am Dienstag Abend nach rund zwei Stunden und vielen sachlichen Gesprächen beruhigen. "Es kam auch zu keinen Festnahmen, Sachbeschädigungen oder anderen strafrechtlichen Delikten", so Rimml.

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