Am Schottentor

Rolltreppen-Eröffnung wurde zur Megaparty

Es war eine Megaparty! Das Re-Opening der Rolltreppe am Schottentor, auf Facebook initiiert, von tausenden Fans geliked und mit 15.000 Zusagen, wurde zum Event. Auch wenn nur knapp 300 Fans zur Eröffnung kamen, reichte es, den U-Bahn-Verkehr fast lahmzulegen. Die Polizei sperrte nach einer knappen halben Stunde schließlich die Zugänge zur U2-Station.

Monatelang die Rolltreppe nach einem Wassergebrechen außer Betrieb gewesen, für Facebook-User "Winer Linien" Grund genug, die Wiedereröffnung der Rolltreppe zur Liechtensteinstraße angemessen zu feiern.

Sowohl die Wiener Linien als auch die Polizei waren für einen Andrang gerüstet, doch dieser entpuppte sich dann als doch nicht so wild: "Es sind 200 bis 300 Leute gekommen", berichtete ein Sprecher der Wiener Linien. Der Organisator der Party, ein gewisser "Herr Winer" - im wahren Leben ein Student -, sprach von 1000 bis 2000 Menschen. Die Stimmung war ausgelassen, Vorkommnisse habe es keine gegeben: "Es war friedlich", so "Winer". Die Verkehrsbetriebe nahmen die Veranstaltung mit Humor: "Wir freuen uns, dass die Rolltreppe wieder offen ist." Ein Mitarbeiter schnitt sogar gemeinsam mit "Herrn Winer" ein Band bei der Rolltreppe durch. Nichtsdestoweniger versicherte der Sprecher, dass die Wiener Linien nicht hinter der Facebook-Aktion steckten.

U-Bahnen hielten bis Betriebsschluss nicht in Station
Trotz des Vergnügens hatte die Veranstaltung Auswirkungen auf den abendlichen Öffi-Verkehr: Die U-Bahnen hielten bis Betriebsschluss nicht in der Station Schottentor. "Aus Sicherheitsgründen", argumentierte der Sprecher der Wiener Linien diese Entscheidung. Schließlich habe die Menschenmenge wegen der Rolltreppenparty einen der Ausgänge versperrt. Die Polizei schloß dann wegen Überfüllung die Station. Dennoch waren alle zufrieden. "Eine Superparty", so der Tenor.

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zet

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