Knausrige Firmen

Spendierfreude für Linzer Musiktheater

Für das Musiktheater in Linz, das nun als „Oper am Park“ breite Zustimmung findet, sind die Oberösterreicher auch bereit, tiefer in die Steuerzahler-Tasche zu greifen: Laut einer Uni-Studie würden sie 7,80 Euro pro Kopf und Jahr mehr an Subventionen akzeptieren. Tatsächlich nötig sind voraussichtlich 3,50 Euro.

Firmen sind dabei nach der Studie von Uni-Professor Friedrich Schneider und Assistentin Elisabeth Dreer knausriger als der Durchschnitt: Schon bei fünf Euro zusätzlich zu den 19,50 Euro Theater-Subventionen, die es jetzt schon gibt, liegt für sie die finanzielle Obergrenze. „Das dürfte daran liegen, dass Firmen auch schon vieles andere finanzieren“, meint Schneider.

Großbetriebe haben aber auch beim Musiktheater die Spendierhosen an: Die Studie entstand im Auftrag eines neu gegründeten Sponsorenvereins unter Führung von Raiffeisen-General Ludwig Scharinger, dem auch Oberbank, Hypo, OÖ-Versicherung, Linz AG, Energie AG, Siemens und Voest angehören. „Wir wollen auch wissen, was es der Wirtschaft bringt“, begründet Scharinger die Studie.

Ihr Ergebnis: Die Investitionen bis 2010 bringen 143,5 Millionen Euro zusätzliche Wertschöpfung, der laufende Betrieb 24,4 Millionen pro Jahr. Dazu kommen zwischen 4,6 und 21,9 Millionen jährlich durch Kartenkäufe und Zusatzausgaben. Wermutstropfen fürs Landesbudget: „Den volkswirtschaftlichen Nutzen haben nicht dieselben, die auch die Ausgaben haben“, stellt Prof. Schneider fest.

 

 

 

Foto: Chris Koller

Freitag, 25. Juni 2021
Wetter Symbol