16.06.2006 14:58 |

Sinnlose Erkenntnis

15 Halbe pro Tag schützen vor Prostatakrebs

Bierliebhaber und Fußballfans atmen angesichts dieser Meldung kollektiv auf, denn Bier könnte laut einer neuen Studie aus den USA vor Prostatakrebs schützen. Der Haken an der Sache: Gesundheitsbewusste müssten schon rund siebeneinhalb Liter pro Tag trinken, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

Also wohl doch nichts mit der erhofften Ausrede für Bierfreunde, die körperlichen Schäden, die durch siebeneinhalb Liter Hopfensaft verursacht werden, überwiegen deutlich gegenüber den Vorteilen.

Suche nach Alternativen
Der Hopfen-Bestandteil Xanthohumol bremst die Krankheit, heißt es in der Studie der Universität Oregon. Da sich eine Behandlung von 15 Halben pro Tag aber nicht empfiehlt, wird über die Produktion von Tabletten mit Xanthohumol-Konzentrat nachgedacht. Möglich wäre aber auch, die Konzentration dieses Bestandteils im Bier zu erhöhen. Deutsche Wissenschaftler sich bereits als Bierbrauer versucht und die zehnfache Menge des Wirkstoffs eingebracht.

Brauerei im Gesundheitsfieber
Eine deutsche Brauerei hat den Trend erkannt und vertreibt ein Hefeweißbier mit höherem Xanthohumol-Anteil als Gesundheitsbier. Bewiesen ist der Effekt allerdings noch nicht, gibt Fred Stevens, der Co-Autor der Studie zu. Die Ergebnisse müssen noch überprüft werden. Immerhin hat er sich über seine Entdeckungen gefreut: "Es ist der Traum jedes Mannes, dass Pizza und Bier Krebs verhindern können."

Montag, 17. Mai 2021
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