17.06.2006 17:40 |

Irrer Mord

81-Jähriger schneidet Lebensgefährtin Kopf ab

Ein grausamer Mord hat sich am Freitagvormittag in Wien-Hietzing ereignet. Im Zuge eines Streits dürfte ein 81-jähriger Pensionist seine 67-jährige Lebensgefährtin getötet und ihr den Kopf mit einem Messer abgetrennt haben. Der Mann hat unterdessen in einer ersten Einvernahme zugegeben, auf die Pensionistin eingestochen zu haben. Zuvor hat er sie mit einer Vase ins Gesicht geschlagen.

Das Motiv für den Mord dürfte länger zurückliegen. Demnach dürfte die 67-Jährige sehr dominant gewesen sein und den Verdächtigen immer wieder belehrt haben. Ob die Frau bei der Abtrennung des Kopfes noch gelebt hat und woran sie gestorben ist, muss durch eine gerichtsmedizinische Untersuchung geklärt werden. Das Mordopfer dürfte sich aber noch gewehrt haben.

Täter versucht, Brand zu legen
Nach der Tat habe der Mann eine Sitzbank im Wohnzimmer angezündet und so versucht, die Wohnung in Brand zu stecken. Möglicherweise wollte er auf diese Weise Selbstmord begehen. Nachbarn haben den verwirrt durch das Haus laufenden Pensionisten sowie die Rauchentwicklung bemerkt und die Feuerwehr verständigt. Die Einsatzkräfte entdeckten dann die Leiche der Frau und ihren Kopf.

Der 81-Jährige wurde festgenommen und mit einer Rauchgasvergiftung sowie Verletzungen am Arm ins Krankenhaus gebracht. Er wurde in künstlichen Tiefschlaf versetzt und befand sich am Freitagnachmittag noch in stationärer Behandlung. Der Mann ist  Akademiker und hat mit dem Mordopfer seit etwa vier bis fünf Jahren in einer Lebensgemeinschaft zusammengelebt.

 

Sonntag, 16. Mai 2021
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