200.000 ¿ Schaden

Dieb als Zündler im Steyrer Spital

Neun Tage nach einem Kellerbrand im Steyrer Krankenhaus, bei dem 54 Patienten in Sicherheit gebracht werden mussten und etwa 200.000 Euro Schaden entstand, forschte die Polizei nun den mutmaßlichen Täter aus. Ein 21-jähriger Niederösterreicher gestand die fahrlässige Brandlegung - und auch mehrere Diebstähle im Spital.

Das Feuer war am Montag vergangener Woche im Keller des neu errichteten Psychiatrie-Gebäudes ausgebrochen. Rasch war klar: Das Feuer ist gelegt worden. Nach umfangreichen Ermittlungen stießen Beamte der Polizeiinspektion Ennser Straße und des Kriminalreferats schließlich auf einen 21-jährigen Arbeitslosen aus dem Bezirk Amstetten, der zur Brandzeit schon ein paar Tage Patient in einer anderen Spitalsabteilung war. Dieser gestand, durch die Spitalsgänge geschlendert zu sein und dabei eine glimmende Zigarettenkippe in dort abgestellte Kartonschachteln geworfen zu haben. „Er versicherte aber, dass er keinen Brand auslösen und auch niemanden gefährden wollte“, ergänzt der Steyrer Polizeijurist Günter Tischlinger.

Bei der Einvernahme gestand der Verdächtige dann noch andere Straftaten im Spital: Er hatte die Opferstöcke in der Hauskapelle geknackt und mit den erbeuteten 50 Euro Handywertkarte, Zigaretten und Lebensmittel gekauft. Auch aus Garderoben soll er Geld gestohlen haben. Und aus Frust hätte er in der Kapelle mit Weihwasserfläschchen herumgeschossen.

Der Verdächtige wird wegen fahrlässiger Brandlegung, Diebstahls und Sachbeschädigung angezeigt.

 

 

 

Foto: LKH Steyr

Freitag, 14. Mai 2021
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