Einmaliges Erlebnis

Bär ¿Moritz¿ spazierte friedlich an Jäger vorbei

„Das war ein Erlebnis, das hast nur einmal im Leben“, ist Franz Derflinger (57) aus Altmünster aus dem Häuschen, seit ihm bei der Rehjagd Braunbär „Moritz“ über den Weg lief. Eine halbe Minute lang konnte er Meister Petz beobachten, ehe er sich trollte. Auf einen Bären zu schießen, das fiele dem Weidmann im Traum nicht ein.

„Wenn ich einer der 150 Jäger wäre, die in Tirol auf ,Bruno´ schießen sollen, würde ich die Augen zumachen, wenn ich das Tier sehe“, sagt Derflinger, der am Hochstand in der Nähe der Richtberg Taferl-Kapelle in Weyregg den Höhepunkt seiner 18-jährigen Pirsch-Karriere erlebte. Es war spannend: „Da ist ein ,schwarzer Wuzel´ aus dem Holz gekommen. Zuerst hab ich noch an ein Hochwild gedacht. Aber durch den Gucker hab ich dann den Bären gesehen!“

Der Braunbär war hundert Meter entfernt, schlenderte auf den Hochstand von Franz Derflinger zu, ehe er in einen Traktorweg einbog. „Eine halbe Minute konnte ich ihn beobachten. Erst danach hab ich richtig kapiert, was da los war“, ist der 57-Jährige ganz begeistert. Ob es ihn „jucken“ würde, Bären zu schießen? „Sicherlich nicht. Ist doch schön, wenn sie wieder da sind.“

Derflinger drückt auch Braunbär „JJ1“ - vulgo „Bruno“ - die Daumen. Der „Problem-Bär“ wurde jetzt von deutschen Touristen in Tirol geknipst. Auch die Jagd mit den Spezialhunden aus Finnland brachte kein Resultat. Nur zwei Bellos mussten kahl geschoren werden. Im Gegensatz zu Bruno und Moritz halten sie die Hitze nicht aus.

 

 

 

Foto: Klemens Groh

Samstag, 08. Mai 2021
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