Di, 14. August 2018

Uschebti-Statuette

17.11.2015 10:27

Finale im Kunstkrimi: Relikt kehrt nun heim

Sie ist 20 Zentimeter groß, unscheinbar: aber nur für Kunstbanausen! 2500 Jahre hat die Statuette auf dem Buckel, um zwei Millionen Euro wollten sie zwei Ägypter im März in Innsbruck zu Geld machen. Sie wurden verhaftet. Jetzt kehrt das Uschebti in die alte Heimat nach Afrika zurück.

Letzter Akt im Kunstkrimi um eine gestohlene, altägyptische Statuette: Das sogenannte Uschebti tritt wieder die Reise in seine Heimat an. Wie berichtet, tauchte die Statuette im Frühjahr dieses Jahres in Tirol auf. Ein Ägypter (40) und ein Österreicher mit ägyptischer Abstammung (42) wollen das 2500 Jahre alte Relikt auf einem Flohmarkt in Innsbruck entdeckt und um 100 Euro gekauft haben. Vom eigentlichen Wert der Grabbeigabe wollte das Duo anfangs nichts gewusst haben - durch Recherchen aber davon erfahren haben. Der dann von den beiden neu kreierte Marktwert: satte zwei Millionen Euro! Beamte des Landeskriminalamtes Tirol und des Bundeskriminalamtes machten den Geschäftsmännern einen Strich durch die Rechnung. Das Uschebti wurde beschlagnahmt, im Kunsthistorischen Museum die Echtheit geprüft.

Wert wird mit 5000 Euro beziffert

Tatsächlich handelt es sich bei der Antiquität um ein Original aus Saqqaraa am Ufer des Nils. Der Wert wird mit "lediglich" 5000 Euro beziffert - der emotionale Wert scheint aber enorm: Am Montag wurde die Statuette feierlich in Wien an den Botschafter der Republik Ägypten übergeben und tritt nun die Heimreise an.

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