So, 19. August 2018

Schräger Auftritt

17.11.2015 09:41

"Unwürdig!" Rätselraten um lustlosen Wawrinka

Behäbig schleppte er sich über den Court. Der Erstrunden-Auftritt von Stanislas Wawrinka gegen Rafael Nadal bei den ATP-Finals in London gibt Rätsel auf - nicht nur wegen der überraschend klaren 3:6-2:6-Niederlage des Schweizers, sondern vor allem wegen der schier lustlosen Attitüde. "Eigentlich eines Top-8-Turniers unwürdig", sagt Ex-Davis-Cup-Chef und TV-Experte Clemens Trimmel im Gespräch mit sportkrone.at. Im Video oben sehen Sie einen "Wunder-Lob" von Nadal gegen Wawrinka.

Dabei wirkte Wawrinka bis zur Mitte des ersten Satzes durchaus motiviert, spielerisch stark und auf Augenhöhe mit Nadal. "Aber dann hat sich in seinem Kopf offenbar ein Schalter umgelegt", sagt Clemes Trimmel, der die Partie am Montagabend für den ORF co-kommentierte: "Ohne ihm zu nahe treten zu wollen, weil wir aus der Ferne nicht beurteilen können, woran es krankt: Sein Auftreten war ziemlich enttäuschend. Wawrinka, eigentlich ein angesehener Sportsmann, hat all das gemacht, wovon man jungen Spielern abrät." Heißt: schlechte Beinarbeit, wenige große, statt vieler kleiner Schritte, lustloses Ballern statt kontrollierter Offensive. Die High-Tech-Rechner der ATP verquirlten all diese "soften" Fakten zu einer schonungslosen statistischen Abrechnung: 35 unerzwungene Fehler (bei 12 von Nadal), drei Doppel-Fehler (bei einem von Nadal) eine genutzte Breakchance (bei vier von Nadal).

Keine körperliche Beeinträchtigung
Jetzt wird gerätselt. War eine physische Beeinträchtigung Schuld an Wawrinkas höchst fragwürdiger Performance? Unwahrscheinlich! Wawrinka ließ sich während des Spiels nicht behandeln, beteuerte auch nach der Partie, körperlich fit zu sein.

"Zwei, drei Dinge passen nicht"
Auch Trimmel bestätigt: "Wawrinka hat nicht den Eindruck erweckt, als würde er körperlich angeschlagen sein. Für mich schaut es aus der Ferne eher aus, als wäre er mental nicht ganz auf der Höhe gewesen. Teilweise hatte ich den Eindruck, dass es ihm leidtut, dass er einen Punkt macht." Wawrinka selbst blieb auf der Pressekonferenz nach dem Match vage. "Zwei, drei Dinge passen nicht", meinte er kryptisch. Immerhin sprach er mit Blickrichtung auf sein  Zweitrundenspiel gegen David Ferrer Klartext: "Ich muss mich steigern." Stimmt.

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