16.11.2015 19:11 |

Alarmstufe 3

Großbrand im "Rafflgut": Ein stundenlanger Kampf

"Ich bin gerade um den Hintersee gelaufen, als ich den Rauch sah", schildert Augenzeuge Franz Einberger seine Eindrücke. Der Ebenauer rannte sofort zum Brandort - zum Rafflgut in Faistenau-Vordersee.

"Die Bäuerin war noch im Haus. Ich rief ihr zu, dass sie schnell rauskommen soll, weil schon die Trümmer herunter fielen. Ich weiß nicht, ob sie mich gehört hat. Die Flammen schlugen bereits aus dem Haus heraus. Man fühlt sich so machtlos in so einem Moment", so Einberger.

Pension und Werkstatt wurdne erhalten
Nur wenige Augenblicke später traf bereits die Feuerwehr ein. "Es waren keine Personen mehr im Haus und auch alle Tiere waren bereits im Freien", schildert Einsatzleiter Georg Fuschlberger. Sofort begannen die Freiwilligen mit den Löscharbeiten. Die Wasserversorgung war allerdings nicht ganz einfach. Die Kräfte mussten eine Leitung über eineinhalb Kilometer legen. Eine wichtige Maßnahme war auch, die umliegenden Objekte zu schützen. "Dort befindet sich eine Pension und eine Werkstatt. Wir konnten beide Gebäude erhalten", so Fuschlberger.

90 Einsatzkräfte aus dem ganzen Flachgau waren vor Ort, die Arbeiten dauerten bis zum Abend. Das Wohnhaus und der Stall sind stark beschädigt. Es ist bereits der dritte große Brand in den vergangenen 35 Jahren. Ursache dürfte ein Funkenflug bei Flexarbeiten sein. Für die Faistenauer Feuerwehrleute war es der erste Einsatz nach dem Umzug in die neue Zeugstätte. "Wir sind erst vor zwei Wochen dorthin gesiedelt", erklärt der Einsatzleiter.

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