So, 23. September 2018

"Bärtige Männer"

15.11.2015 11:34

Franzosen sind nervös: Immer wieder falscher Alarm

Nach den blutigen Anschlägen von Paris gibt es in Frankreich immer wieder falschen Alarm. Nervöse Bürger alarmieren die Polizei, weil sie Explosionen hörten oder glauben, Männer mit Kalaschnikows gesehen zu haben. Letztlich erwiesen sich die Warnungen bislang als harmlose Böller oder geplatzte Reifen.

"Verbreitet nicht und leitet keine falschen Informationen oder falschen Gerüchte weiter", bat die Pariser Polizei die Bürger am Samstag via Twitter.

Am Samstagmorgen hatten Gerüchte über "Schüsse" und "Explosionen" in dem östlichen Vorort Bagnolet die Runde gemacht. Bei Nachforschungen stellte die Polizei fest, dass es sich um Böller bei einer Hochzeitsfeier handelte. "Wir haben ihnen gesagt, sie sollten aufhören", erklärte die Polizei.

Auf der Autobahn nahe dem Flughafen Roissy wurde die "Explosion" eines Lasters gemeldet, doch stellte sich heraus, dass lediglich ein Reifen geplatzt war.

Besonders beunruhigend waren Berichte über ein Auto mit vier "bärtigen Männern" an Bord, das eine Absperrung durchbrochen habe und Richtung Paris unterwegs sei. Von einer Explosion und einer Verfolgungsjagd mit der Polizei war die Rede - am Ende erwies sich alles als falsch.

In Saint-Mande im Osten ging die Polizei Meldungen über einen bewaffneten Mann nach, aber auch hier: falscher Alarm.

Am Abend schließlich sorgte ein Polizeieinsatz am Eiffelturm für Aufregung, doch die Beamten intervenierten auch hier nur wegen einer lauten Party.

Frankreich im Ausnahmezustand
Bei den Anschägen in der Nacht auf Samstag waren 129 Menschen getötet und rund 350 zum Teil lebensgefährlich verletzt worden. Präsident Hollande verhängte den Ausnahmezustand über das ganze Land. Die Terrormiliz Islamischer Staat bekannte sich zu dem Blutbad.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.